Newsletter Gesundheit in der Klimakrise

Liebe Leser:innen,

Heute erhalten Sie den Newsletter “Gesundheit in der Klimakrise” Nummer 08-09/2026.

Der Newsletter erscheint regelmäßig hier, wenn Sie Anregungen oder Ergänzungen für den Newsletter haben, schreiben Sie diese gern an klimagesund@gesundheit-nds-hb.de.
 

Ihr Redaktionsteam
Larissa Federmann, Dirk Gansefort und Miriam Schachtebeck
LVG & AFS Nds. HB e. V. 

VERANSTALTUNGEN

Veranstaltung Webinar-Reihe der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen:

  • Kommunikation & Netzwerk (Verbinden)
    29. September 2026 von 14:00 – 15:30 Uhr, online
     
  • Advocacy & Praxisbeispiele (Handeln)
    06. Oktober 2026 von 14:00 –  15:30 Uhr, online

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Veranstaltungen Hitze-Service:

  • Frauen im Fokus: Gesundheitliche Risiken bei Hitze erkennen und vorbeugen
    01. Oktober 2026 von 10:00 – 12:00 Uhr, online
     
  • Hitzeschutz am Arbeitsplatz: Rechtliche Vorgaben und betriebliche Praxis
    15. Oktober 2026 von 10:00 – 12:00 Uhr, online
     
  • Kühle Köpfe: Hitzeschutz in Schulen und Kitas
    22. Oktober 2026 von 10:00 – 12:00 Uhr, online
     
  • Hitzeschutz für alle: Vulnerable und schwer erreichbare Gruppen erreichen
    05. November 2026 von 10:00 – 12:00 Uhr, online
     
  • Mehr Grün, weniger Hitze: Stadtgrün als gesundheitliche Vorsorge
    12. November 2026 von 10:00 – 12:00 Uhr, online

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Praxisdialog: Gut begleitet durch die Hitze – Schutz rund um Geburt und frühe Kindheit (LVG&AFS)
30. September 2026 von 14:00 – 17:00 Uhr, Bremen
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Fachtagung Klima-Engagement - Klima. Kommune. Kooperation.
01. Oktober 2026 von 9:00 – 17:00 Uhr, Bonn-Bad Godesberg
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Einstiegswebinar Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen (ZKA)
01. Oktober 2026 von 9:30 – 11:30 Uhr, online
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Reimagining global mental health
05. Oktober 2026 von 18:00 – 19:00 Uhr, online
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Klima-Gespräch – klimaangepasste Sportstätten
06. Oktober 2026, 10:00 – 11:30 Uhr, online
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Umgang mit Widerständen in Veränderungsprozessen - Widerstände verstehen und auflösen
07. Oktober 2026 von 14:00 – 16:00 Uhr
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Save the date: Fachtagung „Klima, Gerechtigkeit und Gesundheit (Hochschule Magdeburg-Stendal)
19. – 20. November 2026
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LITERATUR UND MEDIEN

Hitzewellen bringen soziale Einrichtungen an ihre Grenzen – Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage
Extreme Hitze stellt soziale Einrichtungen zunehmend vor große Herausforderungen. Während der Hitzewelle 2026 führte der Paritätische Gesamtverband eine bundesweite Befragung sozialer Einrichtungen durch. Diese zeigte, dass sowohl betreute Menschen als auch Mitarbeitende durch die Hitze stark belastet waren und vielerorts geeignete Maßnahmen zum Schutz vor hohen Temperaturen fehlten.
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Neuer DGE-Block: Hitze geht an die Nieren
Der Klimawandel hat einen enormen Einfluss auf die Gesundheit. Besonders Risikogruppen leiden infolge der zunehmenden Hitze vermehrt an chronischen Krankheiten. Forschungsergebnisse aus südlichen Ländern zeigen, dass starke Hitzebelastung das Risiko für chronische Nierenerkrankungen erhöhen kann. Besonders betroffen davon waren gesunde Menschen, die bei Hitze draußen arbeiteten.
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Professorin Dr. Henny Annette Grewe (HS Fulda) für Pionierarbeit im Hitzeschutz mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet
Die Fuldaer Gesundheitswissenschaftlerin Professorin Dr. Henny Annette Grewe beschäftigte sich schon früh mit den gesundheitlichen Folgen von Hitze. Für ihre wegweisende Arbeit zum Thema Gesundheitsschutz bei Hitze erhielt sie nun das Bundesverdienstkreuz am Bande.
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Extreme heat: A guide for midwives (international confederation of midwives)
Extreme Hitze gefährdet zunehmend Schwangere, Mütter und Neugeborene und stellt auch Hebammen vor neue Herausforderungen. Sie können Familien dabei unterstützen, Hitzebelastungen zu erkennen und sich wirksam zu schützen. Dieser Leitfaden bietet dafür praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Empfehlungen.
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Neues Video „Wie kann ich mein Kind vor zu viel Sonne schützen?“ (IQWiG)
Das Video „Wie kann ich mein Kind vor zu viel Sonne schützen?“ gibt Eltern hilfreiche Tipps dazu, wie es ihnen gelingt, mit teils spielerischen Elementen, ihr Kind erfolgreich vor den negativen Einwirkungen der Sonne zu schützen.
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Untersuchungen von UV-Strahlen zeigen flächendeckenden Anstieg
Die neuesten Auswertungen von UV-Messdaten zeigen einen europaweiten Anstieg der am Boden messbaren UV-Strahlung. Besonders stark ist die Zunahme unter anderem in Deutschland.
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Ältere Menschen geraten früher an Hitzebelastungsgrenze
Die Ergebnisse einer Studie, die in The Lancet Planetary Health veröffentlicht wurde, weisen darauf hin, dass die Temperaturen, bei denen ältere Menschen gesundheitlichen Risiken durch Hitze ausgesetzt sind, wahrscheinlich deutlich niedriger sind als bisher angenommen.
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Beitrag Deutsches Ärzteblatt: WHO: Mehrere Fälle von West-Nil-Fieber in Südeuropa
In diesem Beitrag ruft die WHO zu mehr Achtsamkeit infolge gestiegener Fallzahlen des West-Nil-Fieber in Südeuropa auf. In Deutschland sind laut dem Artikel im laufenden Jahr zwei Fälle bekannt. Die Ansteckung mit dem Fieber erfolgt durch infizierte Mücken. Aufgrund der längeren Sommer besteht eine erhöhte Gefahr, sich anzustecken.
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Ergebnisse der bundesweiten Befragung „Klimaanpassung im Kulturbereich“
Folgen des Klimawandels wie Hitzetage betreffen zunehmend auch den Kulturbereich. Im Rahmen des Projektes „Klimaanpassungskompetenz im Kulturbereich“ führte 2N2K Deutschland eine bundesweite Befragung zum Thema Klimaanpassung im Kulturbereich durch. Die Ergebnisse sollen unter anderem als Grundlage für die Entwicklung von zielgruppenspezifischen Weiterbildungsangeboten oder Handlungsempfehlungen dienen.
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Klimaanpassung im ländlichen Raum (ZKA)
Die Publikation zeigt, vor welchen Herausforderungen ländliche Regionen durch den Klimawandel stehen, etwa durch Hitze, Starkregen, Dürre oder Veränderungen in der Land- und Forstwirtschaft. Gleichzeitig werden praktische Beispiele und Lösungsansätze vorgestellt, die Kommunen, Politik und lokale Akteure bei der Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen unterstützen sollen. Ziel ist es, gemeinsam klimaresiliente und lebenswerte ländliche Räume zu schaffen.
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Handlungshilfe: Hitzeschutz für Menschen ohne Wohnung oder Obdach (LfGA NRW)
Obdachlose und wohnungslose Personen sind Extremwetterereignissen besonders stark ausgesetzt und haben somit auch ein höheres Risiko für hitzebedingte gesundheitliche Schäden. Die Handlungshilfe richtet sich an kommunale Akteure und Akteurinnen wie Gesundheits-, Sozial- und Umweltämter sowie Träger und Trägerinnen von Einrichtungen, Unterstützungsdiensten und weiteren Akteursgruppen in Nordrhein-Westfalen. Sie soll Akteur:innen bei der Maßnahmenentwicklung zum Schutz obdachloser und wohnungsloser Personen vor Hitze unterstützen.
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Umfrage unter ärztlichen Leitungen deutscher Notaufnahmen zur Belastung durch Hitze
Im Rahmen der Hitzewelle im Sommer 2026 wurde im Juli eine Blitzumfrage unter den Leitungen deutscher Notaufnahmen durchgeführt. Dabei wurde untersucht, wie gut die Notaufnahmen auf Hitzewellen vorbereitet waren, welchen Belastungen sie während des Hitzewochenendes am 27. und 28. Juni ausgesetzt waren, und welche Maßnahmen ergriffen wurden. Insgesamt flossen die Angaben von 329 Notaufnahmen in die Ergebnisse ein. Diese zeigen eine deutliche Belastung während extremer Hitze sowie deutliche Defizite bei der Vorbereitung und Planung auf solche Ereignisse.
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Vermeidung von Überversorgung in Gynäkologie und Geburtshilfe - Adaptation der kanadischen „Choosing Wisely“-Empfehlungen
Die Publikation beschäftigt sich mit Überversorgung in der Gynäkologie und Geburtshilfe, also medizinischen Leistungen, die mehr Schaden als Nutzen verursachen können. Auf Grundlage der kanadischen „Choosing Wisely“-Initiative wurden 13 Empfehlungen entwickelt, die dabei helfen sollen, unnötige Untersuchungen und Behandlungen zu vermeiden. Dadurch sollen die Versorgung der Patientinnen verbessert, das Gesundheitspersonal entlastet sowie Kosten und Umweltbelastungen des Gesundheitssystems reduziert werden.
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Podcast Hand, Mund, Fuß:  Kindergesundheit und Klimawandel
In der neuen Episode des Podcast „Hand, Mund, Fuß - Der Podcast über Kinder- und Jugendmedizin“ ist PD Dr. med. Dirk Holzinger, der Herausgeber des Buches „Klimawandel und Kindergesundheit“ zu Gast. Im Gespräch geht es darum, warum Kinder besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind und welche Rolle Themen wie Hitze, Tropenkrankheiten und Klimaangst bereits im Praxisalltag spielen.
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Klimawandel erhöht Gesundheitsrisiken in Europas Städten deutlich
In diesem Beitrag im Deutschen Ärzteblatt wird eine europaweite Untersuchung vorgestellt, in der es um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit der Menschen in 850 Städten Europas geht. Die Studie zeigte, dass insbesondere die Einwohner:innen von Städten in Süd- und Osteuropa zunehmend von gesundheitlichen Folgen des Klimawandels betroffen sind. Gleichzeitig zeigt die Untersuchung, dass viele Kommunen bereits Anpassungsmaßnahmen umsetzen, diese jedoch vielerorts nicht schnell genug vorankommen.
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Breites Bündnis drängt auf besseren Kinderschutz vor der Erderwärmung
Ein Bündnis von 81 Verbänden und Organisationen, an dem unter anderem die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit, der Kinderschutzbund, die Bundespsychotherapeutenkammer und das Bündnis Kinder- und Jugendgesundheit beteiligt sind, fordert in einem Positionspapier einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor der Erderwärmung. Die Forderung basiert darauf, dass Kinder am wenigsten Verantwortung für die Klimakrise tragen, aber am stärksten und längsten davon betroffen sein werden.
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WHO update - Hitzeaktionspläne zum Schutz der Gesundheit, 2. Ausgabe
Die zweite Ausgabe des WHO-Leitfadens zur Erstellung von Hitzeaktionsplänen baut auf dem Leitfaden von 2008 auf und soll Länder und Kommunen dabei unterstützen, gesundheitliche Risiken durch extreme Hitze mithilfe von Hitzeaktionsplänen zu reduzieren. Im Mittelpunkt des Leitfadens stehen acht Kernelemente, die Maßnahmen zur Vorbereitung, zum Schutz während extremer Hitze sowie zur anschließenden Auswertung und Verbesserung umfassen.
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Neue repräsentative Studie: Hitze belastet fast alle Deutschen – Sorge um wirtschaftliche Folgen wächst
Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Stiftung Gesunde Erde¬-Gesunde Menschen zeigt: Hitzebedingte Belastungen treffen Menschen unabhängig von ihrem Alter, Geschlecht, Gesundheitsstatus oder davon, ob sie auf dem Land oder in der Stadt wohnen. Gleichzeitig wächst auch die Sorge vor wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels, zum Beispiel durch gestörte Handelswege.
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Broschüre „Gesunde Ernährung und Klimaschutz gehen Hand in Hand“ (KlimaDocs & DGE)
Die Broschüre richtet sich an Gesundheitsfachkräfte und bietet Informationen zum Zusammenhang zwischen einer gesundheitsfördernden Ernährung und Klimaschutz. Anhand der praktischen DGE-Empfehlung wird vermittelt, wie eine klimagerechte und gesunde Ernährung im Alltag funktionieren kann. Ziel ist es, mit einfachen und wissenschaftlich fundierten Empfehlungen zu einem nachhaltigen Ernährungswandel beizutragen. Die Broschüre kann ab sofort kostenfrei bestellt werden.
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Spiegel-Beitrag: Uno warnt vor El Niño mit »Super-Ausmaßen«
Nachdem dieses Jahr bereits von diversen Wetterextremen wie Hitzewellen geprägt war, warnt die Weltwetterorganisation (WMO) nun vor weiteren extremen Wetterereignissen. Wie im verlinkten Artikel berichtet wird, warnt die WMO davor, dass der anstehende El Niño „Super-Ausmaße“ annehmen und in den kommenden Monaten regional extreme Hitze, Dürren und Überschwemmungen mit sich bringen könnte.
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Positionspapier des Deutschen Instituts für Menschenrechte: Menschen mit Behinderungen in Katastrophen und Notlagen
Menschen mit Behinderungen sind in Katastrophen- und Notfallsituationen häufig einem größeren Risiko ausgesetzt als andere. In ihrem Positionspapier weist das Deutsche Institut für Menschenrechte darauf hin, dass der Zivil- und Katastrophenschutz die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung bisher unzureichend berücksichtigt. Das Positionspapier zeigt auf, welche menschenrechtlichen Anforderungen zum Schutz und zur Sicherheit von Menschen mit Behinderungen bestehen und welche Maßnahmen daraus für Bund, Länder und Kommunen sowie Feuerwehren und Katastrophenschutzorganisationen notwendig sind.
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Neues vom NAGuK

NAGuK-Podcastfolge „Hitzeschutz wohnungsloser Menschen“
Wohnungslose Menschen sind Hitze besonders stark ausgesetzt. Welche Barrieren die Menschen daran hindern, sich vor der Hitze zu schützen, welche Maßnahmen wirklich helfen und wie wir dabei nicht bevormundend wirken, erklärt Krankenschwester Franziska Walter, die sich in der Institutsambulanz der Zentralen Beratungsstelle Wohnungslosenhilfe des Diakonischen Werks Hannover für das Thema einsetzt.
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NAGuK-Podcastfolge „Zecken und Klimawandel“
Bei einem Waldspaziergang oder im eigenen Garten: Die meisten Menschen wurden schon mal von einer Zecke gestochen. Wann und wo besteht ein Risiko für Zeckenstiche? Was genau haben Zecken mit dem Klimawandel zu tun und welche Konsequenzen hat das für unsere Gesundheit? Virologe Dr. Masyar Monazahian vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt beantwortet diese und andere Fragen rund um die lästigen Spinnentiere
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AKTEUR:INNEN UND PROJEKTE

European Declaration on Heat and Health:
Die Hitzewellen dieses Jahres haben erneut gezeigt, welche gesundheitlichen Folgen der Klimawandel bereits heute hat. Gesundheitsexpert:innen, Forschende und Organisationen der europäischen planetaren Gesundheitsgemeinschaft warnen: Extreme Hitze gefährdet die Gesundheit, verschärft bestehende Erkrankungen und kostet Menschenleben. Trotz Maßnahmen wie nationalen Hitzeaktionsplänen bleiben die Todeszahlen alarmierend hoch.
Mit der European Declaration on Heat and Health appelliert die europäische planetare Gesundheitsgemeinschaft daher an die Europäische Union, ihr politisches Engagement deutlich zu erhöhen. Hitzeschutz und Klimaanpassung müssen zu einer gesundheitspolitischen Priorität werden und dürfen nicht länger als nachrangige Maßnahmen betrachtet werden.
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Projekt soll Gesundheit und Klimaresilienz älterer Menschen stärken
Das neue Projekt der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen soll Gesundheitsförderung und Prävention für ältere und pflegebedürftige Menschen angesichts des Klimawandels verbessern. Das Kooperationsvorhaben „Gemeinsam für Pflege und Planetare Gesundheit“ soll zunächst in fünf Kommunen in verschiedenen Regionen Deutschlands starten und dort weiterentwickelt werden. Inhaltlich geht es vor allem um Hitzeschutz, eine gesunde und gleichzeitig umweltfreundliche Ernährung, mehr Bewegung und eine bessere Mobilität sowie die Förderung der psychischen Gesundheit.
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Development of a blueprint for plant-derived hospital meals: a multidisciplinary co-creative study - Neue Erkenntnisse zur pflanzenbasierten Ernährung im Krankenhaus
Wie eine ausgewogene und eiweißreiche Ernährung mit überwiegend pflanzlichen Lebensmitteln auch in der Krankenhausverpflegung umgesetzt werden kann, zeigt eine aktuelle Studie aus den Niederlanden. Forschende haben gemeinsam mit Fachleuten aus der Praxis einen einwöchigen Speiseplan erarbeitet. Dabei wurde darauf geachtet, pflanzliche Proteinquellen gezielt und sinnvoll in die Mahlzeiten zu integrieren.
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Arbeiten bei Hitze - Wie belastend sind hohe Temperaturen für die Beschäftigten?
Die neueste repräsentative Befragung des DGB-Index Gute Arbeit beschäftigte sich mit dem Thema Klimawandel und Gesundheit. Auch für die Arbeitswelt und die Beschäftigten entstehen Belastungen infolge des Klimawandels. Im Mittelpunkt der Befragung stand die Frage, wie stark sich Beschäftigte durch Hitze bei der Arbeit belastet fühlten. Zwischen Januar und April 2026 wurden dafür mehr als 4.000 Beschäftigte in Deutschland befragt.
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Stadtentwicklungsbericht der Bundesregierung 2025
Der Stadtentwicklungsbericht beschäftigt sich mit der gegenwärtigen und zukünftigen Entwicklung deutscher Städte und Gemeinden. Er stellt dar, welche Ziele die deutsche Stadtentwicklungspolitik verfolgt, welche Ansätze dabei verwendet werden und in welchen Bereichen besonderer Handlungsbedarf besteht. Thematisch richtet sich der Blick vor allem auf Entwicklungen, die für die Zukunft von Städten und Gemeinden besonders relevant sind. Dabei werden verschiedene Politikbereiche miteinander verknüpft, insbesondere der Wohnungsbau, die Raumordnung und die Regionalentwicklung. Zu den wichtigen Themen gehört beispielsweise die Frage, wie Kommunen mit den Folgen des Klimawandels umgehen und ihre Städte entsprechend anpassen können.
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Vierter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung - Gleichstellung in der sozial-ökologischen Transformation
Der Vierte Gleichstellungsbericht der Bundesregierung verdeutlicht, dass die Auswirkungen des Klimawandels nicht alle Menschen in gleicher Weise betreffen. Insbesondere Frauen und weitere gesellschaftlich benachteiligte Gruppen sind von den Folgen stärker betroffen. Gleichzeitig macht der Bericht deutlich, dass bestehende Ungleichheiten durch gezielte Maßnahmen verringert werden können. Dafür werden verschiedene Vorschläge vorgestellt, die sich an Politik, öffentliche Verwaltung und zivilgesellschaftliche Akteure richten. Damit die umfangreichen Inhalte des Berichts leichter zugänglich sind, wurden die wichtigsten Ergebnisse in unterschiedlichen Formaten zusammengefasst. Neben kompakten Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisch stehen auch Informationsblätter in beiden Sprachen (deutsch, englisch) sowie Materialien in leichter Sprache zur Verfügung. Zusätzlich gibt es einzelne Themenblätter, die sich jeweils mit bestimmten Bereichen beschäftigen. Sie erklären die jeweiligen Herausforderungen, zeigen mögliche Lösungsansätze auf und verweisen teilweise auf weitere Informationen. Dazu gehören Arbeitsmarkt, Landwirtschaft, Mobilitäts- und Verkehrsplanung, Ernährung sowie die Studie Klimapolitik in Kommunen.
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Projekt WIRksam
Im Rahmen des Projektes WIRksam unterstützt der Paritätische Gesamtverband gemeinwohlorientierte Organisationen und Unternehmen dabei, ökologische Nachhaltigkeit langfristig in ihre Strukturen und Arbeitsprozesse zu verankern. Das Angebot umfasst individuelle Erstberatung, Online-Informationsveranstaltungen, bundesweite Vernetzungstreffen und sozialökologische Ratschläge. WIRksam wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Programms „Nachhaltig wirken“ gefördert.
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Projekt Habitat
Bei dem Forschungsprojekt Habitat (Health Affected by Climate Change and Air Pollution) handelt es sich um ein Schwerpunkt-Forschungsprojekt, das im Rahmen der Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer-Exzellenz gefördert wird. Als Verbundprojekt der Philipps-Universität Marburg und der Hochschule Fulda untersucht Habitat, wie sich Klima- und Umwelteinflüsse auf die Gesundheit auswirken. Im Fokus stehen Menschen mit Herzerkrankungen, Atemwegserkrankungen und Schwangere mit Bluthochdruck. Ziel ist die Entwicklung von Anpassungsmöglichkeiten für die regionale Gesundheitsversorgung in Ost- und Mittelhessen an die klimatischen Bedingungen.
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Bremer Volksbegehren für bessere Mobilität
In einer ersten erfolgreichen Phase sammelte die Initiative „Einfach Unterwegs“ 7.000 Unterschriften für ein Volksbegehren zum Mobilitätsgesetz in Bremen. Ziel des Volksbegehrens ist es, einen verbindlichen Rahmen dafür zu schaffen, dass eine bezahlbare, sichere und klimafreundliche Mobilität in Bremen und Bremerhaven zukünftig für jeden zugänglich ist. Wird dieses Volksbegehren zugelassen, beginnt anschließend die nächste Sammelphase.
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HibeBB – Hitzeschutz im Arbeitsalltag im Freien
Das Projekt HibeBB (HS Bremerhaven und ISL) entwickelt Maßnahmen zum Schutz besonders exponierter Berufsgruppen in Bremen und Bremerhaven vor hitzebedingten Gesundheitsfolgen am Arbeitsplatz. Branchenspezifische Informations- und Kommunikationskonzepte und ein Qualifizierungskonzept für betriebliche Arbeitsschutzakteure unterstützen Unternehmen und Organisationen beim Umgang mit Hitze und der Risikokommunikation.
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Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.

Geschäftsführer: Thomas Altgeld

Schillerstraße 32 · 30159 Hannover
Telefon: 0511 / 388 11 89 - 0
E-Mail: info@gesundheit-nds-hb.de
Internet: www.gesundheit-nds-hb.de

Die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. (LVG & AFS Nds. HB e. V.) ist ein gemeinnütziger, unabhängiger und landesweit arbeitender Fachverband für Gesundheitsförderung, Prävention und Sozialmedizin mit Sitz in Hannover. Mitglieder sind Institutionen und Personen aus dem Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich.