Wie gesund sind unsere Hochschulen?
Die neue PROFESS Studie der Techniker Krankenkasse und Ludwig-Maximilians-Universität München zeigt: Professor:innen nehmen eine Schlüsselrolle an Hochschulen ein, bewegen sich jedoch oft an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Viele erleben dauerhaft hohen Stress, fühlen sich mental erschöpft und sehen ihre Gesundheit durch den akademischen Alltag gefährdet. Gleichzeitig wünschen sich rund zwei Drittel mehr Unterstützung und gesundheitsfördernde Angebote an ihren Hochschulen. Die Studie beleuchtet Arbeitsbedingungen in Forschung und Lehre und zeigt, wie wichtig strukturelle Gesundheitsförderung für die Zukunftsfähigkeit des Wissenschaftssystems ist.
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Zugehörigkeit und mentale Gesundheit im Studium: Eine qualitative Studie zu Studierenden mit Migrationshintergrund
Studierende mit Migrationshintergrund berichten häufiger von einem geringeren Zugehörigkeitsgefühl („sense of belonging“), was mit höherem Stress und einer erhöhten Abbruchneigung verbunden ist. Um das subjektive Zugehörigkeitserleben dieser Studierenden und seine Bedeutung für die mentale Gesundheit zu analysieren, wurden an einer HAW im Ruhrgebiet 28 Peer-Interviews durchgeführt. Die Auswertung zeigt, dass Zugehörigkeit eine zentrale Ressource darstellt, die das Erleben von Anforderungen und die Nutzung vorhandener Ressourcen beeinflusst. Gleichzeitig wird deutlich, dass fehlende Zugehörigkeit mit psychosozialen Beeinträchtigungen einhergeht. Für die Gesundheitsförderung folgt, dass Zugehörigkeit kein zufälliges Nebenprodukt sozialer Kontakte, sondern eine Organisationsaufgabe ist. Maßnahmen sollten daher strukturelle, soziale und organisationale Bedingungen in den Blick nehmen, die die Zugehörigkeit stärken, etwa durch transparente Regeln, wertschätzende Kommunikation und inklusive Lernumgebungen.
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Podcasts zu Suchtprävention und Arbeit auf Distanz
- Die iga.Podcast-Episode 10 beleuchtet, wie Betriebe wirksam vorbeugen können. Expertin Dr. Elisabeth Wienemann, Mitautorin der Qualitätsstandards in der betrieblichen Suchtprävention und Suchthilfe der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, zeigt praxisnah, wie eine nachhaltige Präventionskultur entstehen kann – und warum das offene Ansprechen von Auffälligkeiten so wichtig ist.
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- In der iga.Podcast-Episode 11 spricht iga mit Prof. Florian Kunze von der Universität Konstanz über Teamkultur, Gesundheit und Führung auf Distanz – und wie Unternehmen Nähe trotz räumlicher Trennung schaffen können. Er gibt Einblicke in die aktuelle Forschung und zeigt, wie mobiles Arbeiten gesund und erfolgreich gestaltet werden kann. Jetzt reinhören und Praxistipps mitnehmen!
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Ein Blick über die Grenzen: Wie italienische Hochschulen die Okanagan‑Charta umsetzen
Zehn Jahre nach Veröffentlichung der Okanagan‑Charta haben Forschende die Strategien von 45 staatlichen italienischen Universitäten untersucht. Im Fokus standen Themen wie Wohlbefinden, Partizipation, Nachhaltigkeit und Chancengleichheit. Während Nachhaltigkeit in den meisten Plänen berücksichtigt wird, behandeln nur 64 % psychisches Wohlbefinden, 60 % soziales Wohlbefinden und 42 % eine gesunde Lebensweise. Kooperationen mit Gesundheitsdiensten sind selten, Präventionsstrategien begrenzt. Die Studie zeigt, dass Gesundheit zunehmend berücksichtigt wird, aber noch fragmentarisch. Eine stärkere institutionelle Verankerung und partizipative Ansätze könnten Hochschulen zu gesünderen, inklusiveren Lern‑ und Arbeitsorten machen. Zudem wurden bewährte, kostengünstige und gemeinschaftsorientierte Maßnahmen identifiziert, die als praktische Instrumente zur Umsetzung von Gesundheitsstrategien dienen können.
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Jung, akademisch, (immer noch) prekär – Studentische Erwerbsarbeit
Studentische Beschäftigte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen arbeiten weiter unter besonders prekären Bedingungen. Das geht aus der am Dienstag an der Universität Göttingen präsentierten Studie „Jung, akademisch, (immer noch) prekär“ hervor. „Mehr als einem Drittel der studentischen Beschäftigten wird der gesetzliche Urlaubsanspruch vorenthalten. Fast die Hälfte der Befragten leistet regelmäßig unbezahlte Mehrarbeit. Fast ein Viertel hat schon einmal eine Zeit lang ohne Bezahlung gearbeitet“, kommentierte Andreas Keller, GEW-Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung, die Ergebnisse der Studie.
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Literatursammlung Gesundheitsfördernde Hochschulen des Kompetenzzentrums
Für weitere Literatur aus dem Themenfeld der Gesundheitsfördernden Hochschulen hat das Kompetenzzentrum eine interaktive Literatursammlung erstellt. Diese bietet die Möglichkeit nach festgelegten Kategorien zu filtern, wie beispielsweise Veröffentlichungen zu gesundheitsbezogenen Daten von Studierenden und Hochschulbeschäftigen.
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