Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
Online Newsletter

02 / 2026

Liebe Leser:innen,

das neue Jahr 2026 bringt eine Reihe von Innovationen mit sich und wir freuen uns über Ihr Interesse. Der Fachbeirat im Förderprogramm Präventionsketten Niedersachsen nimmt die Arbeit auf. Dieses ressortübergreifende Gremium aus Land, Kommunen und Expert:innen wird die Qualität des gesunden Aufwachsens stärken. Armut wirkt oft im Verborgenen, auch im Klassenzimmer. Mit den neuen Impulskarten „Können alle mit?“ geben wir Schulen ein Werkzeug an die Hand, um Teilhabebarrieren abzubauen und Scham zu überwinden. Auch in der Geburtshilfe bewegen wir uns voran: Die Ergebnisse unserer Dialogwerkstatt wurden im Landtag präsentiert, um die interprofessionelle Zusammenarbeit weiter zu verbessern.
Nicht zuletzt blicken wir auf den Hitzeschutz in der Pflege. Die Broschüre „Wohl.Fühlen trotz(t) Hitze“ zeigt praxisnah, wie Gesundheit und Ernährung auch bei steigenden Temperaturen gesichert werden. Wie gewohnt finden Sie weitere Neuigkeiten in den übrigen Rubriken unserer 157. Ausgabe. Starten Sie gesund und inspiriert mit uns in dieses Jahr!
 

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Redaktionsteam

LVG & AFS inside

Ein starkes Zeichen für die seelische Gesundheit von Kindern und Familien
Schatzsuche Niedersachsen-Bremen und die Techniker Krankenkasse (TK) verlängern das Programm um weitere drei Jahre. Das Eltern-Programm Schatzsuche ermöglicht zertifizierten Einrichtungen, ein Angebot für Eltern zu schaffen, in dem in vertrauensvoller Weise über das seelische Wohlbefinden und gesunde Aufwachsen von Kindern und Familien gesprochen wird. Im Mittelpunkt steht dabei, Eltern als Expert:innen ihrer Kinder wertzuschätzen und sie für deren Stärken und Bedürfnisse zu sensibilisieren. Die TK unterstützt das inzwischen bundesweite Programm in nahezu allen Bundesländern.
 

Hebammenkreißsaal Gehrden erhält HKS+-Zertifikat
Der Hebammenkreißsaal am KRH Klinikum Robert Koch Gehrden ist als zweiter Standort in Niedersachsen mit dem HKS+-Zertifikat ausgezeichnet worden. Der Runde Tisch Geburtshilfe des Aktionsbüros Gesundheit rund um die Geburt und das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung förderten dafür gezielt Fortbildungen und die Zertifizierung. Nach erfolgreichem Audit wurde das Zertifikat durch Staatssekretärin Dr.in Christine Arbogast im Beisein von Vertreterinnen des Deutschen Hebammenverbands und des Hebammenverbands Niedersachsen übergeben. Der HKS+ steht für eine qualitätsgesicherte, hebammengeleitete Geburtshilfe und stärkt sowohl die Versorgung von Frauen und Familien als auch die Arbeitszufriedenheit im Team.
 

„Können alle mit?“ – Impulskarten für eine armutssensible Schule
Armut ist nicht immer sichtbar, wirkt aber täglich – auch im Klassenzimmer. Wie stärken wir Armutssensibilität, reagieren auf fehlendes Material oder Kosten für Ausflüge und Projekte? Die Impulskarten machen Teilhabebarrieren und Beschämungen sichtbar und geben konkrete Handlungsansätze. Enthalten sind 15 praxisnahe Karten, entwickelt von den Landkreisen Osnabrück und Peine sowie den Städten Barsinghausen und Wilhelmshaven mit der LVG & AFS im Rahmen von Präventionsketten, gefördert durch die Auridis Stiftung.
 

Fachbeirat im Förderprogramm Präventionsketten Niedersachsen nimmt die Arbeit auf
Am 08. Dezember 2025 konstituierte sich der Fachbeirat. Für gesundes Aufwachsen braucht es ressort- und professionsübergreifende Zusammenarbeit; entsprechend sind Fördermittelgeber:innen, Land, Kommunen, Fach¬expert:innen und die LVG & AFS vertreten. Das Gremium begleitet die Weiterentwicklung des Förderprogramms fachlich, diskutiert aktuelle Themen, stärkt die Qualität und wirkt als Fürsprecher für den Präventionsketten-Ansatz in seinen Arbeitskontexten und Gremien.
 

Ergebnisse der Dialogwerkstatt im Gesundheitsausschuss des Niedersächsischen Landtages vorgestellt
Am 11. Dezember 2025 hatte der Runde Tisch Geburtshilfe die Gelegenheit, im Ausschuss für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung des Niedersächsischen Landtages die Ergebnisse der Dialogwerkstatt „Geburtshilfe in Niedersachsen stärken: Interprofessionelle Zusammenarbeit“ zur Weiterentwicklung der Geburtshilfe in Niedersachsen vorzustellen. Erste Handlungsempfehlungen zu den fünf Unterzielen des neuten Nationalen Gesundheitsziels Gesundheit rund um die Geburt wurden skizziert. Zugleich wurde angekündigt, dass der Runde Tisch Geburtshilfe in diesem Jahr einen detaillierten Aktionsplan für Niedersachsen erarbeitet.
 

Broschüre „Wohl.Fühlen trotz(t) Hitze“
Die Broschüre zeigt, wie Hitzeschutz und Gesundheitsförderung im (teil-)stationären Pflegealltag umgesetzt werden können – mit Grundlagen, Praxismaßnahmen aus dem Projekt „Wohl.Fühlen – Klima und Gesundheit“ und Umsetzungstipps. Ein Schwerpunkt ist die hitzeangepasste Ernährung. Ergänzt wird die Broschüre durch Rezepte. Herausgegeben von der LVG & AFS in Kooperation mit der BARMER, der Hochschule Hannover und der Vernetzungsstelle Seniorenernährung Niedersachsen der DGE.

 

Analog und digital gesund! – Jetzt an der Online Umfrage teilnehmen
In den ersten Lebensjahren entwickeln Kinder wichtige soziale und emotionale Kompetenzen, die für ihr Wohlbefinden und ihre psychische Gesundheit entscheidend sind. Gleichzeitig gewinnen digitale Medien im Alltag der Kinder zunehmend an Bedeutung. Zum Projektstart möchte das Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung in Kitas (kogeki) erfahren, welche Erfahrungen Fachkräfte und Leitungen in Kitas gemacht haben: Wie wird mit digitalen Medien umgegangen? Welche Entwicklungen und welche Veränderungen werden im sozial emotionalen Verhalten der Kinder in den letzten Jahren beobachtet? Die anonyme Umfrage läuft bis zum 28. Februar 2026.
 

Landkreis Wesermarsch veröffentlicht Broschüre zur Katastrophenvorsorge
Bei Katastrophen nicht unvorbereitet sein und wissen, was zu tun ist: Dazu möchte die Broschüre beitragen, die am 04.02.2026 symbolisch von der Jade Hochschule Oldenburg und der LVG & AFS an den Landrat Stephan Siefken übergeben wurde. Das Heft richtet sich an die gesamte Bevölkerung – mit einem Schwerpunkt auf pflegende Angehörige und Menschen mit Unterstützungsbedarf. Es bietet alltagstaugliche Hilfen für den Katastrophenfall: Hinweise zur Lebensmittelbevorratung werden ebenso zur Verfügung gestellt wie regionale Notrufnummern und Evakuierungsrouten.
 

Neu im Team
 

Corinna Krämer
Corinna Krämer arbeitet seit Anfang Januar 2026 als Fachreferentin bei der LVG & AFS. Sie koordiniert Veranstaltungen im Rahmen der Akademie für Sozialmedizin und Fortbildungen des CAREalisieren-Projektes. Nach ihrem Master Public Health an der Universität Bielefeld war sie die letzten fünf Jahre bei der BUKO Pharma-Kampagne, Gesundheit – global und gerecht e. V., als Projektkoordinatorin tätig.
 

Bastian Aschemann
Bastian Aschemann ist seit dem 01. Januar 2026 bei der LVG & AFS und unterstützt das Team in der Zentrale und im Veranstaltungsmanagement. Nach seinem Studium in Betriebswirtschaftslehre, mit den Schwerpunkten Sport- und Eventmanagement, war er zuletzt als Projektleiter in einer Werbeagentur tätig.

Unsere Veranstaltungen

Suchtprävention neu denken – Impulse für kommunales Handeln
17. Februar 2026, Hannover
 

Workshop „Gesundheit im Quartier“ – Brücken bauen für Gesundheit und Quartiersentwicklung
25. Februar 2026, Hannover
 

Zugang für alle: Wie digitale Barrierefreiheit gelingt
03. März 2026, Bremen
 

Möglichkeiten gesundheitsfördernder Stadtentwicklung: Allianzen für die Stadt der Zukunft
05. März 2026, online
 

Zusammenwirken für starke Kita-Kinder: Vernetzungsveranstaltung in Bremerhaven
11. März 2026, Bremerhaven
 

Tüchtig und / oder süchtig?!: Betriebliche Suchtprävention gemeinsam angehen
17. März 2026, online
 

Du lachst ja gar nicht mehr: Wie Rassismus krank macht
19. März 2026, Hannover
 

Fortbildungsreihe CAREalisieren:
Angebote für Fachkräfte aus Pflege und Betreuung
 

Zwischen Erinnerung und Gegenwart – Biografiearbeit bei Demenz
16. Februar 2026, Hannover
 

Schnittstellen im Expertenstandard Ernährungsmanagement stärken
17. Februar 2026, online
 

Pflegedokumentation anhand des Strukturmodells: SIS – Maßnahmenplan – Bericht
19. Februar 2026, online
 

Teilhabe versus Selbstbestimmung – wie Teilhabe und rechtliche Selbstbestimmung in Einklang gebracht werden können
23. Februar 2026, online
 

Beratungswissen in der Pflege – Das Update 2026
24. Februar 2026, online
 

Kommunikation ohne Worte mit verbal eingeschränkten Menschen KoW®-Basis-Training
26. - 27. Februar 2026, Hannover
 

Auffrischungskurs – Angebote zur Unterstützung im Alltag nach § 45a SGB XI
02. März 2026, online
 

Umgang mit Menschen mit psychiatrischen Krankheitsbildern
10. März 2026, online
 

Palliative Care und Sterbebegleitung bei Menschen mit fortgeschrittener Demenz
12. März 2026, Hannover
 

Wer darf was? Delegation und Verantwortungsübernahme in der Pflege
13. März 2026, online
 

Lebensqualität erhalten trotz Kau- und Schluckstörungen – sicher essen und trinken
20. März 2026, Hannover
 

Schatzsuche
Eltern-Programm zur Förderung des seelischen Wohlbefindens von Kindern Weiterbildung für Fachkräfte aus Kindertagesstätten und Grundschulen
 

Eltern-Programm Schatzsuche II – Schule in Sicht
09. - 10. März 2026, online
 

Basis I Digitale Veranstaltung für Niedersachsen und Bremen
16. März - 05. Mai 2026, online
 

Fokus Gesundheit 2026
 

Emotionen im Fokus – Wie Gefühle Beratungsprozesse bewegen können
18. Februar 2026, online
 

Im Fragen liegt die Antwort – Systemische Fragetechniken für die Beratung
19. März 2026, online
 

Jedes Gehirn ist einzigartig - Neurodivergenz im Beratungsalltag begegnen
16. April 2026, online
 

Ruhe im Sturm - Gesund beraten in der VUKA-Arbeitswelt
19. August 2026, online
 

Weiterbildung Sozialmedizin für Psychologische Psychotherapeut:innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen
 

Modul 1: Übergreifende Inhalte der Zusatzweiterbildung Sozialmedizin
12. März - 18. April 2026, online
 

Modul 2: Soziale Sicherungssysteme und Versorgungsstrukturen
07. Mai - 13. Juni 2026, online
 

Modul 3: Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation
20. August - 26. September 2026, online
 

Modul 4: Arbeitsmedizinische und arbeitspsychologische Grundlagen
05. November - 12. Dezember 2026, online
 

Modul 5: Sozialmedizinische Begutachtung
21. Januar - 20. Februar 2027, online
 

Modul 6: Beurteilungskriterien bei ausgewählten Krankheitsgruppen
08. April - 22. Mai 2027, online

Aus der Politik

Neue Förderrichtlinie Gesundheitsregionen Niedersachsen ab 01. Januar 2026
Seit 2014 fördert das Land Niedersachsen die Gesundheitsregionen, um die medizinische Versorgung und Pflege besser zu vernetzen. Da die aktuelle Richtlinie Ende 2025 ausläuft, wurde eine neue Fassung verabschiedet: Sie gilt ab dem 01. Januar 2026 für weitere fünf Jahre. Das Land Niedersachsen und alle weiteren Kooperationspartner:innen (AOK Niedersachsen, Ärztekammer Niedersachsen, BKK Landesverband Mitte, IKK classic, Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen, Verband der Ersatzkassen e. V.) führen das Programm überzeugt fort.
 

Adipositas: Prävention und besseren Therapiezugang gefordert
Die Akademie der Wissenschaften Leopoldina warnt vor einer „Adipositas-Epidemie“: In Deutschland sind zwei Drittel der Männer, die Hälfte der Frauen und jedes sechste Kind betroffen. Ab einem BMI von 30 gilt Adipositas als chronische Krankheit mit Risiken wie Diabetes oder Krebs. Die Expert:innen fordern in einem Policy Brief eine Verzahnung von Prävention und Therapie, etwa durch Zuckersteuern und besseren Medikamentenzugang. Das Papier verweist auf die hohen gesellschaftlichen Kosten von starkem Übergewicht, die sich laut Schätzung auf etwa 2,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts belaufen.
 

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit gründet Jugendbeirat
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) gründet erstmals einen Jugendbeirat, um Gesundheitsinfos lebensnah zu gestalten. Es werden 15 bis 20 junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahre gesucht, die das Institut zwei Jahre lang zu Themen, Kanälen und Formaten beraten. Die Mitglieder arbeiten eng mit Profis zusammen, nehmen an Workshops teil und bauen Netzwerke auf. Entscheidend sind Interesse, Engagement und die Bereitschaft zum regelmäßigen Austausch. Bewerbungen sind vom 15. Januar bis 15. März 2026 möglich.
 

Änderungen in Gesundheit und Pflege ab 2026
Ab dem 01. Januar 2026 treten im Gesundheits- und Pflegebereich weitreichende Reformen in Kraft. Mit dem Krankenhaus-Transformationsfonds stehen zum Beispiel bis zu 50 Mrd. Euro für die Modernisierung der Kliniken bereit, um eine flächendeckende Versorgung zu sichern. Ebenfalls wird die Digitalisierung vorangetrieben: Ab 2026 müssen Arztpraxen „ePA-ready“ sein, sonst drohen Abrechnungsbeschränkungen.

Forschung und Praxis

Kindeswohlgefährdungen auf neuem Höchststand: Fallzahl binnen fünf Jahren um 31 Prozent gestiegen
Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen in Deutschland hat das dritte Mal in Folge einen neuen Höchststand erreicht: Im Jahr 2024 stellten die Jugendämter in Deutschland bei rund 72.800 Kindern oder Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung durch Vernachlässigung, psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt fest. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stieg die Zahl der Kindeswohlgefährdungen damit binnen fünf Jahren um fast ein Drittel oder 17.300 Fälle. Im Jahr 2019 – dem Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie – hatte das Niveau noch bei rund 55.500 Kindeswohlgefährdungen gelegen.
 

Neue Ausgabe von „Krebs in Deutschland" erschienen
Im Jahr 2023 sind geschätzt etwa 241.400 Frauen und 276.400 Männer in Deutschland mit einer Krebserkrankung diagnostiziert worden. Etwa die Hälfte der Fälle betrafen die Brustdrüse, die Prostata, die Lunge oder den Dickdarm. Auch zeigt sich, dass die Sterblichkeit an Krebs in Deutschland weiter rückläufig ist. Die altersstandardisierten Krebssterberaten sind in den letzten 25 Jahren bei Frauen um 21 und bei Männern um 31 Prozent gesunken. Die genannten Zahlen stammen aus der neuen Ausgabe des Berichts „Krebs in Deutschland", herausgegeben vom Deutschen Krebsregister e. V. und dem Zentrum für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut.
 

BiB.Monitor Wohlbefinden 2025: Wie zufrieden sind Ein- und Ausgewanderte?
Der BiB.Monitor Wohlbefinden, herausgegeben vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Zusammenarbeit mit dem SHARE Berlin Institute, liefert aktuelle Einblicke in die Lebenszufriedenheit von Menschen mit Ein- und Auswanderungserfahrung in Deutschland. Ein zentrales Ergebnis: Das subjektive Wohlbefinden unterscheidet sich nach Wanderungsgeschichte. Der Anteil sehr zufriedener unter den Eingewanderten aus osteuropäischen Staaten ist höher als bei anderen.
 

Erste sexuelle Erfahrungen: Jugendliche warten länger und verhüten sicher
Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland beginnen heute später mit sexuellen Erfahrungen als noch vor einigen Jahren. Gleichzeitig zeigt sich, dass sie Sexualität und Verhütung größtenteils verantwortungsbewusst handhaben. Das geht aus einer aktuell veröffentlichten repräsentativen Studie des BIÖG hervor, für die über 5.800 Personen im Alter von 14 bis 25 Jahren befragt wurden. Während 2019 die Mehrheit bereits mit 17 Jahren erste sexuelle Erfahrungen gemacht hat, liegt das durchschnittliche Alter heute bei 19 Jahren.
 

„Are you ready?“ – Kinderübergewicht wirksam vorbeugen
Der im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Universität Osnabrück herausgegebene Leitfaden zeigt, wie Kommunen ihre Handlungsbereitschaft zur Prävention von Kinderübergewicht systematisch erfassen und weiterentwickeln können. Anhand des Community-Readiness-Modells werden praxisnah Schritte beschrieben, um passgenaue Maßnahmen zu planen und bestehende Aktivitäten strategisch auszubauen. Er richtet sich an Fachkräfte, Multiplikator:innen und Entscheidungsträger:innen, die Kinderübergewicht vor Ort nachhaltig und strukturiert angehen möchten.
 

Sterblichkeit aufgrund von Krebs geht in nahezu allen Altersgruppen zurück
Krebs führt gerade bei Menschen im jüngeren und mittleren Alter seltener zum Tod als noch vor 20 Jahren, auch wenn insgesamt die Zahl der an Krebs Gestorbenen steigt. 230.400 Menschen in Deutschland sind im Jahr 2024 an Krebs gestorben, das waren 10,1 Prozent mehr als im Jahr 2004, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Der Anstieg ist vor allem auf die Alterung der Gesellschaft zurückzuführen. Das zeigt die altersstandardisierte Zahl der Krebstodesfälle: Im Jahr 2024 kamen auf 100.000 Einwohner:innen 273,5 Krebstote. 20 Jahre zuvor waren es noch 322,4 Menschen.

Ausschreibungen und Wettbewerbe

Aufruf zur Abgabe von Projektideen im Rahmen des Förderprogramms Soziale Innovation
Niedersachsen will mit innovativen Lösungen die Lebensverhältnisse in allen Regionen verbessern – besonders angesichts demografischer und wirtschaftlicher Herausforderungen und regionaler Unterschiede. Mit der von der Staatskanzlei geförderten Richtlinie Soziale Innovation sollen Lösungsansätze entwickelt und erprobt werden, die neue Antworten auf die spezifischen Herausforderungen in zentralen gesellschaftlichen Handlungsfeldern geben können. Bewerbungsschluss ist der 06. März 2026.
 

Deutscher Kita-Preis
Kitas und lokale Bündnisse für frühe Bildung können sich bis zum 20. März 2026 für den Deutschen Kita-Preis 2026 bewerben. Ausgeschrieben wird die Auszeichnung vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Im Fokus stehen vorbildliche Konzepte in den Kategorien „Kita des Jahres“ und „Lokales Bündnis für frühe Bildung“ – besonders zu Themen wie Qualität, Inklusion und Fachkräftegewinnung.
 

Blauer Kompass
Seit zehn Jahren zeichnet der Bundespreis „Blauer Kompass" regelmäßig innovative Projekte zur Klimavorsorge und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels aus. Neben Kommunen, privaten und kommunalen Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Vereinen, Verbänden und Stiftungen richtet sich die diesjährige Ausschreibung erstmalig auch an Schulen. Ausgelobt wird der Wettbewerb gemeinsam vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit und dem Umweltbundesamt. Bewerbungsschluss ist der 20. März 2026.
 

Klimaaktive Kommune 2026
Von Januar bis 31. März 2026 heißt es wieder: Klimaaktive Kommunen gesucht. Bewerben können sich Städte, Landkreise und Gemeinden deutschlandweit mit erfolgreich realisierten, wirkungsvollen und innovativen Klimaschutzprojekten. Den Wettbewerb Klimaaktive Kommune richtet das Deutsche Institut für Urbanistik mit Förderung der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aus.
 

Europäische Grüne Hauptstadt und Green Leaf Awards
Der European Green Capital Award zeichnet jedes Jahr Städte aus, die beim Umwelt- und Klimaschutz europaweit Maßstäbe setzen. Unter verschiedenen Gesichtspunkten bewertet eine Jury die Städte. Der Wettbewerb soll Vorbilder sichtbar machen und andere Städte zum Nachahmen motivieren. Die Bewerbungsfrist endet am 01. April 2026.
 

Echt kuh-l!
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft lädt Schüler:innen aller Altersstufen zum Wettbewerb „Echt kuh-l!“ ein. Unter dem Motto „Expedition Wiese und Acker: Erforsche die Artenvielfalt im Ökolandbau!“ geht es um die Bedeutung der Biodiversität für gesunde Ökosysteme. Gesucht werden kreative Projekte – ob als Klasse, Gruppe oder Einzelperson. Einsendeschluss ist der 02. April 2026.

Medien

Die Nordreportage: Der Männerschuppen von Poel
Im Männerschuppen auf der Insel Poel treffen sich Männer, um gemeinsam zu werkeln, zu kochen und Gutes für die Gemeinde zu tun. Doch es geht um mehr als nur Schrauben: Hier entsteht Gemeinschaft, die gesund hält. Wer im Schuppen aktiv ist, bleibt körperlich und geistig fit, findet neue Freunde und Lebensfreude. Zwischen Holz, Werkzeug und Humor wächst ein Ort, der gegen Einsamkeit hilft. In den Jahren 2024 und 2025 unterstützte die LVG & AFS gemeinsam mit der Universität Bremen den Männerschuppen auf Poel im Rahmen eines Modellprojekts.
 

Website aktiv-gegen-digitale.gewalt.de in Leichter Sprache
Der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe hat seine Plattform aktiv-gegen-digitale-gewalt.de jetzt auch in Leichter Sprache veröffentlicht. Die Seite informiert über digitale Gewalt – etwa Belästigung, Standortverfolgung oder bildbasierte Angriffe – und bietet Betroffenen verständliche Hilfestellungen. Neben Tipps zu Selbsthilfe und technischen Lösungen gibt es eine Datenbank mit Fachberatungsstellen. Das Angebot richtet sich besonders an Frauen, Mädchen sowie trans* und inter* Personen mit Einschränkungen.
 

Siegeswille und Lebensmut – Ann-Katrin Bergers Geschichte zum Weltkrebstag
Mit dem Spitznamen „Ziegelsteinwand“ ist Ann-Katrin „Anne“ Berger auf dem Fußballplatz bekannt – kaum zu überwinden und kompromisslos im Tor. Diese Stärke prägt sie aber nicht nur im Sport. Die Nationalspielerin hat zwei Krebserkrankungen hinter sich und spricht offen über ihren Weg durch diese herausfordernde Zeit. Anlässlich des diesjährigen Weltkrebstages teil sie im Podcast „Gesund in Sportdeutschland” des Deutschen Olympischen Sportbunds mit, was ihr Kraft gegeben hat, wie ihr unerschütterlicher Siegeswille sie getragen hat und warum Lebensmut, Vertrauen und innere Stärke für sie entscheidende Schlüssel zur Genesung waren.

Alle bisherigen Newsletter finden Sie auf unserer Homepage im Archiv unter:
www.gesundheit-nds-hb.de/newsletter/lvg-afs-newsletter

Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.

Geschäftsführer: Thomas Altgeld

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Die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. (LVG & AFS Nds. HB e. V.) ist ein gemeinnütziger, unabhängiger und landesweit arbeitender Fachverband für Gesundheitsförderung, Prävention und Sozialmedizin mit Sitz in Hannover. Mitglieder sind Institutionen und Personen aus dem Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich.