Neue Geschäftsführung der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. im Amt
Am 1. November hat Dr. Gisela Nellessen-Martens die Geschäftsführung der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) in Bonn übernommen. Die promovierte Sportwissenschaftlerin bringt langjährige Erfahrung und ein starkes Netzwerk in die Leitung des Dachverbands mit seinen 133 Mitgliedsorganisationen ein.
„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe, auf die Zusammenarbeit mit dem Team und die Weiterentwicklung der BVPG“, sagt Nellessen-Martens. „Prävention und Gesundheitsförderung stehen derzeit mehr denn je im Fokus – wir sind gefordert, Lösungen zu entwickeln, die Menschen befähigen, motivieren und unterstützen, gesund zu leben und gesunde Lebenswelten zu gestalten.“.
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Bundesverfassungs¬gericht erklärt Triage-Regelungen für nichtig
Mit dem am 04. November veröffentlichtem Beschluss hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts die Triage-Regelungen des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz − IfSG) wegen fehlender Bundeskompetenz für die konkreten Regelungen für nichtig erklärt.
Die Beschwerdeführenden – Fachärztinnen und Fachärzte im Bereich der Notfall- und Intensivmedizin – wenden sich mit ihren Verfassungsbeschwerden unmittelbar gegen den neu eingeführten § 5c IfSG. Darin regelt der Bundesgesetzgeber unter anderem, anhand welcher materieller Kriterien eine Entscheidung über die Zuteilung überlebenswichtiger intensivmedizinischer Behandlungskapazitäten bei nicht ausreichenden Ressourcen – also im Fall einer sogenannten Triage – zu treffen ist, soweit dieser Knappheitsfall durch eine übertragbare Krankheit jedenfalls mitverursacht ist.
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Bewegungsförderung lohnt sich - doch Strukturen und Vernetzung bleiben ausbaufähig
Rund 400 Fachleute aus Wissenschaft, Praxis und Politik auf Bundes- und kommunaler Ebene nahmen am 12. November an der digitalen Statuskonferenz „Bewegung, Sport und Gesundheit“ der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) teil. Im Zentrum standen neueste wissenschaftliche Er-kenntnisse, politische Entwicklungen und praxisnahe Good-Practice-Ansätze für eine wirksame Bewegungsförderung in Deutschland. Die Veranstaltung knüpfte an die Ergebnisse des „Runden Tischs Bewegung und Gesundheit“ des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) an und unterstrich den hohen Nutzen von Bewegung. Investitionen in Bewegungsförderung zahlen sich mehrfach aus – für den Einzelnen, für die Gesellschaft, gesundheitlich wie ökonomisch.
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Sucht geht uns alle an, Hilfe auch!
Mit dem 6. bundesweiten Aktionstag Suchtberatung am 13. November macht die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) auf aktuelle Herausforderungen in der Suchthilfe aufmerksam. Die DHS fordert, Suchtberatung als kommunale Pflichtleistung endlich gesetzlich zu verankern. Denn: Abhängigkeit ist kein Randthema, sondern betrifft die ganze Gesellschaft. Rund 10 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Abhängigkeitserkrankung – quer durch alle Altersgruppen und Schichten. Wo Hilfen aufgrund von Mittelkürzungen zurückgefahren werden, drohen Betroffene durchs Raster zu fallen. „Die lokalen Problematiken nehmen zu und der Beratungsbedarf vor Ort wird zunehmend komplexer. In vielen Großstädten ist der Crack-Konsum deutlich wahrnehmbar – ebenso wie die Not lagen der betroffenen Menschen, die dringend Unterstützung und Perspektiven brauchen. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Insbesondere legale Drogen wie Alkohol verursachen große soziale Probleme und hohe volkswirtschaftliche Kosten – nur ist das nicht auf den ersten Blick sichtbar. In einer solchen Lage die Leistungen für Suchtberatung weiter zu kürzen oder gar komplett zu streichen, ist der völlig falsche Weg. Wenn Hilfen wegfallen, betrifft das uns alle“, sagt Christina Rummel, Geschäftsführerin der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS).
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Deutschland muss barrierefrei werden: Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes nutzen
Die lang erwartete Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) nimmt endlich an Fahrt auf. Am 19. November legte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales einen Referentenentwurf vor. Britta Schlegel, Leiterin der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte, erklärt:
„Wir freuen uns, dass die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes endlich vorankommt. Sie bietet die Chance, große Fortschritte in Richtung Barrierefreiheit zu erzielen. Inklusion und Barrierefreiheit zeichnen eine moderne Gesellschaft aus. Eine Gesellschaft mit Barrieren ist hingegen weder wirtschaftlich noch kundenfreundlich. Auch angesichts des demografischen Wandels können wir uns Barrieren nicht länger leisten. Ein entscheidender Schritt auf diesem Weg ist es, auch private Akteure zu Barrierefreiheit zu verpflichten. Bürger sollten Anspruch auf Entschädigung haben, wenn Vorgaben nicht erfüllt werden, und die Klagemöglichkeiten müssen verbessert werden, etwa durch die Stärkung des Verbandsklagerechts. Leider bleibt der Referentenentwurf in diesen Punkten deutlich hinter unseren Erwartungen zurück und muss nachgebessert werden.“
Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat heute ein Eckpunktepapier veröffentlicht. Es enthält konkrete Empfehlungen zur Stärkung des Diskriminierungsschutzes im Behindertengleichstellungsgesetz.
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BVÖGD fordert klare Lehren aus der Corona-Pandemie
Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) betont anlässlich der Anhörung am 01. Dezember 2025 der Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie die zentrale Rolle der Gesundheitsämter bei der frühen Infektionskontrolle und beim Schutz der Bevölkerung – und fordert, daraus klare strukturelle Konsequenzen für künftige Krisen zu ziehen. In seiner schriftlichen Stellungnahme erinnert der BVÖGD daran, dass die Gesundheitsämter unmittelbar nach Ausbruch der Pandemie entscheidende Aufgaben übernommen haben: unter anderem das Aufspüren von Infektionen, die Kontaktpersonennachverfolgung, die Durchsetzung von Schutzmaßnahmen sowie die umfangreiche Aufklärung der Bevölkerung. „Die Gesundheitsämter haben dies trotz jahrzehntelang gewachsener struktureller Defizite geleistet“, erklärte der BVÖGD-Vorsitzende Dr. Peter Schäfer.
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Nationale Präventionskonferenz erweitert Bundesrahmenempfehlungen um Thema Klimaanpassung
Der Klimawandel als bedeutsame Bedrohung für die Gesundheit führt zu vermehrten und neuartigen physischen Gesundheitsproblemen wie Infektionen, Allergien, gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder gar hitzebedingten Todesfällen. Auch psychische Belastungen können die Folge sein. Mit Blick auf die große Relevanz für die Gesundheit, Sicherheit und Teilhabe für Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, hat die Nationale Präventionskonferenz (NPK) das Thema „Anpassung an den Klimawandel“ in die weiterentwickelten Bundesrahmenempfehlungen aufgenommen. Im neuen Anwendungsbeispiel „Hitzeschutz in Lebenswelten“ werden dabei die Möglichkeiten für die gesamtgesellschaftliche Zusammenarbeit aufgezeigt: So werden zum Beispiel Maßnahmen der Verhaltens- und Verhältnisprävention in kommunalen oder einrichtungsspezifischen Hitzeaktionsplänen beschrieben und die Beiträge der Sozialversicherungsträger zur Gesundheits-, Sicherheits- und Teilhabeförderung in den Lebenswelten dargestellt. Darüber hinaus hat die NPK weitere Themen aufgegriffen und in die Bundesrahmenempfehlungen integriert. Etwa das Thema Einsamkeit sowie Empfehlungen zu den Aspekten Diversität, Inklusion und Barrierefreiheit. Die Zielgruppe der erwerbstätigen pflegenden An- und Zugehörigen wird besonders in den Fokus gerückt und die Auszubildenden und Studierenden werden nun gesondert betrachtet.
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Antiziganismusprävention in der schulischen Bildung stärken
Am 5. Dezember fand in Berlin die zweite ordentliche Sitzung der ständigen Bund-Länder-Kommission zur Bekämpfung von Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma (BLK) statt. Die Sitzung wurde unter dem Vorsitz von Michael Brand, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministerium und Beauftragter gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland, sowie dem Co-Vorsitzland Baden-Württemberg abgehalten. Schwerpunktthema der Kommissionssitzung war die Antiziganismusprävention in der schulischen Bildung. Bundesbildungsministerin Karin Prien wandte sich mit einem Grußwort an die Mitglieder und Gäste der Kommission.
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