Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
Newsletter Soziale Lage und Gesundheit

Guten Tag,

heute erhalten Sie die 77. Ausgabe des Newsletters „Soziale Lage und Gesundheit“ der Niedersächsischen Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit. Dieser Newsletter erscheint in loser Reihenfolge mit Informationen zu Veranstaltungen, Studien, Projekten, Berichten und weiteren Publikationen.

Falls Sie auf eigene Veranstaltungen, Medien oder ähnliches aufmerksam machen möchten, können Sie uns gerne Informationen zukommen lassen.

Ihre Niedersächsische Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.

Aus der LVG & AFS

Verleihung des Niedersächsischen Gesundheitspreises 2025
Zum fünfzehnten Mal wurde der Niedersächsische Gesundheitspreis von dem Nds. Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, dem Nds. Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, der AOK Niedersachsen sowie der Apothekerkammer Niedersachsen verliehen.
Ausgezeichnet wurden: 

  • Das Praxisnetz Pädiatrie Nordwest in der Preiskategorie „Flächenland Niedersachsen: Gesundheitliche Versorgung in ländlichen Räumen gestalten“
  • Die Gesellschaft zur Hilfe für suchtgefährdete und abhängige Menschen e. V. in der Preiskategorie „Prävention als Schlüssel: Aktiv werden gegen Sucht“
  • Die Medizinische Hochschule Hannover (Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie / Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik) in der Preiskategorie „Digital Health – Chancen von KI und digitalen Technologien nutzen“

Wir gratulieren allen Preisträger:innen!
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Präventionsketten Peine gewinnen Deutschen Kita-Preis
Großer Jubel im Landkreis Peine: Die Präventionsketten des Landkreises Peine holen den 1. Platz als Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres 2025 und erhalten 25.000 Euro Preisgeld. Die Jury lobt ihren starken Einsatz für gelingende, gut begleitete Übergänge von der Familie in die Kita, weiter in die Schule und darüber hinaus.

Vom liebevoll gestalteten Willkommensbuch bis hin zur aktiven Begleitung in den ersten Schulwochen setzt das Peiner Bündnis Maßstäbe für frühe Bildung, die verbindet und stärkt. Mehr unter…
 

Über 50 Organisationen warnen: Bürgergeldreform macht Gesellschaft kränker
Unsere sozialen Sicherungssysteme zurückzubauen und Menschen ungleich zu behandeln, gefährdet nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern auch die Gesundheit! Als Initiative #Gesundheit Unteilbar verurteilen über 50 Akteure aus dem Gesundheits- und Sozialwesen die Pläne der Bundesregierung zur Reform des Bürgergeldes und den bereits im Voraus angekündigten Ausschluss von ukrainischen Geflüchteten aus dem regulären sozialen Sicherungssystem. Sie warnen vor wachsender Armut und Ausgrenzung. Beides macht krank. Das deutsche Gesundheitssystem ist nicht in der Lage, dem zu begegnen. Es ist bereits stark überlastet und steht nicht allen Menschen offen: lange Wartezeiten, fehlende Angebote in ländlichen oder ärmeren Regionen, Unterschiede zwischen gesetzlich und privat Versicherten, Sprachbarrieren, mangelnde Informationen und bürokratische Hürden erschweren den Zugang zu Versorgung. Geflüchtete Menschen sind besonders betroffen. Auch die LVG & AFS fordert deshalb gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen und Vertretungen eine verantwortungsvolle Sozial-, Migrations- und Gesundheitspolitik, die alle Menschen in den Blick nimmt, menschenrechtsbasiert agiert und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt.
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Das CAREalisieren Fortbildungsprogramm für Beschäftigte in der Pflege, Betreuung und Beratung für 2026 ist jetzt online!
Das CAREalisieren Programm unterstützt Sie dabei, Ihre Fortbildungspflicht zu erfüllen und Ihr Wissen praxisnah zu erweitern. Das Angebot umfasst Online- und Präsenzveranstaltungen zu Themen rund um Pflege, Betreuung, Beratung und Führung.
Neu im Programm sind Pflichtfortbildungen speziell für Praxisanleitende. Außerdem besteht die Möglichkeit für Betreuungskräfte, an zwei zusammenhängenden Tagen die 16 Stunden Fortbildungspflicht in einem Zug zu erfüllen. Ein besonderes Highlight ist die 160-stündige Zertifikatsfortbildung „Demenzbeauftragte:r im Krankenhaus“ ab Januar 2026 sowie die Basisqualifizierung für Angebote zur Unterstützung im Alltag (AzUA) speziell für Bremen und Niedersachsen.
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Aus Niedersachsen

Kein generell erhöhtes Gewaltpotential bei Menschen mit psychischer Erkrankung
Die Psychotherapeutenkammer Niedersachsen (PKN) verabschiedete in ihrer Kammerversammlung am 08.11.2025 eine Resolution zur derzeit im Niedersächsischen Landtag in Beratung befindlichen Novellierung des Niedersächsischen Gesetzes über Hilfen und Schutzmaßnahmen für psychisch Kranke (NPsychKG). Damit einhergehend diskutierten die Delegierten die aktuelle öffentliche Debatte über Gewalttaten, die von Menschen verübt wurden, bei denen unter anderem auch eine psychische Erkrankung bekannt wurde.
„Die Psychotherapeutenkammer Niedersachsen setzt sich für eine evidenzbasierte und wissenschaftlich fundierte Diskussion rund um das Thema Gewalt im Kontext psychischer Erkrankungen ein. Fakt ist, dass bei Menschen mit psychischen Erkrankungen kein generell erhöhtes Gewaltpotential besteht. Die Auswirkungen psychischer Erkrankungen sind differenziert zu betrachten. Eine Aufweichung des bisher klar geregelten Gefahrenbegriffs als Voraussetzung einer freiheitsentziehenden Unterbringung bzw. einer Meldung an die Sicherheitsbehörden mit unklarer Präventionswirksamkeit lehnen wir ab. Die Schweigepflicht ist ein hohes Gut, welches nur dann eingeschränkt werden darf, wenn dies gesichert ein geeignetes Mittel zur Gefahrenabwehr darstellt“, betonen die Delegierten in der Resolution. Mehr unter…
 

Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen: Niedersachsen stellt neue Landeskoordinierungsstelle zur Umsetzung der Istanbul-Konvention vor
Um den Schutz von Frauen vor (häuslicher) Gewalt zu stärken, hat das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung eine neue Landeskoordinierungsstelle ins Leben gerufen. Damit kommt Niedersachen seiner Verpflichtung nach, die sich aus der sogenannten „Istanbul-Konvention“ ergibt. Über die Aufgaben und geplanten Aktivitäten informierte das Ministerium symbolträchtig am Internationalen Tag zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen im Forum St. Joseph in Hannover. „Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist und bleibt eine Menschenrechtsverletzung“, mahnte Andrea Frenzel-Heiduk, stellvertretende Leiterin der Abteilung „Frauen und Gleichstellung“ im Niedersächsischen Gleichstellungsministerium. „Sie fügt den Betroffenen nicht nur körperliche oder psychische Schmerzen zu, sondern ist zugleich Ausdruck einer strukturellen Ungleichbehandlung zwischen Mann und Frau. Deshalb dürfen wir nie aufhören, darüber zu sprechen und das Thema in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.
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Gesundheitsminister Philippi warnt vor Bevorratung mit Medikamenten

Der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi zeigt sich irritiert von den Empfehlungen des Landesapothekerverbandes Niedersachsen, der vor Lieferengpässen von Medikamenten warnt und insbesondere Eltern zu einer Bevorratung aufruft:
„Derzeit bestehen keine Lieferengpässe bei Fiebersäften für Kinder. Die Empfehlung nach Bevorratung durch den Landesapothekerverband sehe ich vor diesem Hintergrund sehr kritisch. Auf den ersten Blick erscheint diese Empfehlung pragmatisch, sie kann jedoch sehr schnell problematische Nebenwirkungen entfalten: Sie kann Panik in der Bevölkerung auslösen und zu unsolidarischen Hamsterkäufen führen. Dadurch können Lieferengpässe begünstigt oder verschärft werden und somit zusätzlich andere Patientinnen und Patienten gefährdet werden.
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Aus der Politik

Neue Geschäftsführung der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. im Amt
Am 1. November hat Dr. Gisela Nellessen-Martens die Geschäftsführung der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) in Bonn übernommen. Die promovierte Sportwissenschaftlerin bringt langjährige Erfahrung und ein starkes Netzwerk in die Leitung des Dachverbands mit seinen 133 Mitgliedsorganisationen ein.
„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe, auf die Zusammenarbeit mit dem Team und die Weiterentwicklung der BVPG“, sagt Nellessen-Martens. „Prävention und Gesundheitsförderung stehen derzeit mehr denn je im Fokus – wir sind gefordert, Lösungen zu entwickeln, die Menschen befähigen, motivieren und unterstützen, gesund zu leben und gesunde Lebenswelten zu gestalten.“.
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Bundesverfassungs¬gericht erklärt Triage-Regelungen für nichtig
Mit dem am 04. November veröffentlichtem Beschluss hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts die Triage-Regelungen des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz − IfSG) wegen fehlender Bundeskompetenz für die konkreten Regelungen für nichtig erklärt.
Die Beschwerdeführenden – Fachärztinnen und Fachärzte im Bereich der Notfall- und Intensivmedizin – wenden sich mit ihren Verfassungsbeschwerden unmittelbar gegen den neu eingeführten § 5c IfSG. Darin regelt der Bundesgesetzgeber unter anderem, anhand welcher materieller Kriterien eine Entscheidung über die Zuteilung überlebenswichtiger intensivmedizinischer Behandlungskapazitäten bei nicht ausreichenden Ressourcen – also im Fall einer sogenannten Triage – zu treffen ist, soweit dieser Knappheitsfall durch eine übertragbare Krankheit jedenfalls mitverursacht ist.
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Bewegungsförderung lohnt sich - doch Strukturen und Vernetzung bleiben ausbaufähig
Rund 400 Fachleute aus Wissenschaft, Praxis und Politik auf Bundes- und kommunaler Ebene nahmen am 12. November an der digitalen Statuskonferenz „Bewegung, Sport und Gesundheit“ der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) teil. Im Zentrum standen neueste wissenschaftliche Er-kenntnisse, politische Entwicklungen und praxisnahe Good-Practice-Ansätze für eine wirksame Bewegungsförderung in Deutschland. Die Veranstaltung knüpfte an die Ergebnisse des „Runden Tischs Bewegung und Gesundheit“ des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) an und unterstrich den hohen Nutzen von Bewegung. Investitionen in Bewegungsförderung zahlen sich mehrfach aus – für den Einzelnen, für die Gesellschaft, gesundheitlich wie ökonomisch.
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Sucht geht uns alle an, Hilfe auch!
Mit dem 6. bundesweiten Aktionstag Suchtberatung am 13. November macht die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) auf aktuelle Herausforderungen in der Suchthilfe aufmerksam. Die DHS fordert, Suchtberatung als kommunale Pflichtleistung endlich gesetzlich zu verankern. Denn: Abhängigkeit ist kein Randthema, sondern betrifft die ganze Gesellschaft. Rund 10 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Abhängigkeitserkrankung – quer durch alle Altersgruppen und Schichten. Wo Hilfen aufgrund von Mittelkürzungen zurückgefahren werden, drohen Betroffene durchs Raster zu fallen. „Die lokalen Problematiken nehmen zu und der Beratungsbedarf vor Ort wird zunehmend komplexer. In vielen Großstädten ist der Crack-Konsum deutlich wahrnehmbar – ebenso wie die Not lagen der betroffenen Menschen, die dringend Unterstützung und Perspektiven brauchen. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Insbesondere legale Drogen wie Alkohol verursachen große soziale Probleme und hohe volkswirtschaftliche Kosten – nur ist das nicht auf den ersten Blick sichtbar. In einer solchen Lage die Leistungen für Suchtberatung weiter zu kürzen oder gar komplett zu streichen, ist der völlig falsche Weg. Wenn Hilfen wegfallen, betrifft das uns alle“, sagt Christina Rummel, Geschäftsführerin der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS).
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Deutschland muss barrierefrei werden: Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes nutzen
Die lang erwartete Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) nimmt endlich an Fahrt auf. Am 19. November legte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales einen Referentenentwurf vor. Britta Schlegel, Leiterin der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte, erklärt:
„Wir freuen uns, dass die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes endlich vorankommt. Sie bietet die Chance, große Fortschritte in Richtung Barrierefreiheit zu erzielen. Inklusion und Barrierefreiheit zeichnen eine moderne Gesellschaft aus. Eine Gesellschaft mit Barrieren ist hingegen weder wirtschaftlich noch kundenfreundlich. Auch angesichts des demografischen Wandels können wir uns Barrieren nicht länger leisten. Ein entscheidender Schritt auf diesem Weg ist es, auch private Akteure zu Barrierefreiheit zu verpflichten. Bürger sollten Anspruch auf Entschädigung haben, wenn Vorgaben nicht erfüllt werden, und die Klagemöglichkeiten müssen verbessert werden, etwa durch die Stärkung des Verbandsklagerechts. Leider bleibt der Referentenentwurf in diesen Punkten deutlich hinter unseren Erwartungen zurück und muss nachgebessert werden.“
Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat heute ein Eckpunktepapier veröffentlicht. Es enthält konkrete Empfehlungen zur Stärkung des Diskriminierungsschutzes im Behindertengleichstellungsgesetz.
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BVÖGD fordert klare Lehren aus der Corona-Pandemie
Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) betont anlässlich der Anhörung am 01. Dezember 2025 der Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie die zentrale Rolle der Gesundheitsämter bei der frühen Infektionskontrolle und beim Schutz der Bevölkerung – und fordert, daraus klare strukturelle Konsequenzen für künftige Krisen zu ziehen. In seiner schriftlichen Stellungnahme erinnert der BVÖGD daran, dass die Gesundheitsämter unmittelbar nach Ausbruch der Pandemie entscheidende Aufgaben übernommen haben: unter anderem das Aufspüren von Infektionen, die Kontaktpersonennachverfolgung, die Durchsetzung von Schutzmaßnahmen sowie die umfangreiche Aufklärung der Bevölkerung. „Die Gesundheitsämter haben dies trotz jahrzehntelang gewachsener struktureller Defizite geleistet“, erklärte der BVÖGD-Vorsitzende Dr. Peter Schäfer.
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Nationale Präventionskonferenz erweitert Bundesrahmenempfehlungen um Thema Klimaanpassung
Der Klimawandel als bedeutsame Bedrohung für die Gesundheit führt zu vermehrten und neuartigen physischen Gesundheitsproblemen wie Infektionen, Allergien, gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder gar hitzebedingten Todesfällen. Auch psychische Belastungen können die Folge sein. Mit Blick auf die große Relevanz für die Gesundheit, Sicherheit und Teilhabe für Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, hat die Nationale Präventionskonferenz (NPK) das Thema „Anpassung an den Klimawandel“ in die weiterentwickelten Bundesrahmenempfehlungen aufgenommen. Im neuen Anwendungsbeispiel „Hitzeschutz in Lebenswelten“ werden dabei die Möglichkeiten für die gesamtgesellschaftliche Zusammenarbeit aufgezeigt: So werden zum Beispiel Maßnahmen der Verhaltens- und Verhältnisprävention in kommunalen oder einrichtungsspezifischen Hitzeaktionsplänen beschrieben und die Beiträge der Sozialversicherungsträger zur Gesundheits-, Sicherheits- und Teilhabeförderung in den Lebenswelten dargestellt. Darüber hinaus hat die NPK weitere Themen aufgegriffen und in die Bundesrahmenempfehlungen integriert. Etwa das Thema Einsamkeit sowie Empfehlungen zu den Aspekten Diversität, Inklusion und Barrierefreiheit. Die Zielgruppe der erwerbstätigen pflegenden An- und Zugehörigen wird besonders in den Fokus gerückt und die Auszubildenden und Studierenden werden nun gesondert betrachtet.
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Antiziganismusprävention in der schulischen Bildung stärken
Am 5. Dezember fand in Berlin die zweite ordentliche Sitzung der ständigen Bund-Länder-Kommission zur Bekämpfung von Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma (BLK) statt. Die Sitzung wurde unter dem Vorsitz von Michael Brand, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministerium und Beauftragter gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland, sowie dem Co-Vorsitzland Baden-Württemberg abgehalten. Schwerpunktthema der Kommissionssitzung war die Antiziganismusprävention in der schulischen Bildung. Bundesbildungsministerin Karin Prien wandte sich mit einem Grußwort an die Mitglieder und Gäste der Kommission.
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Aus dem Kooperationsverbund

„Gemeinsam. Gerade jetzt“: Zum Welt-Aids-Tag starten Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), Deutsche AIDS-Stiftung (DAS) und Deutsche Aidshilfe (DAH) gemeinsame Kampagne
„Gemeinsam. Gerade jetzt.“ – unter diesem Motto startete die Kampagne zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember 2025. Die Veranstalter – das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), die Deutsche AIDS-Stiftung (DAS) und die Deutsche Aidshilfe (DAH) – wollen damit ein deutliches Zeichen gegen das zunehmend polarisierte gesellschaftliche Klima zeigen und fordern zum entschlossenen Handeln auf.
Weltweit leben knapp 41 Millionen Menschen mit HIV. Rund zwei Drittel aller HIV-Therapien hängen von den USA ab. Das Land hat bisher auch die höchsten Beiträge zum Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria gezahlt. Seit Anfang des Jahres haben die USA ihr Engagement deutlich zurückgefahren, vor allem durch die Auflösung der Entwicklungshilfeagentur USAID. Nach Schätzungen von UNAIDS werden bei anhaltenden Kürzungen bis 2029 rund vier Millionen Menschen an Aids sterben, knapp sieben Millionen zusätzlich sich neu mit HIV infizieren.
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Wissen statt Tabu: Jedes Jahr informieren sich Millionen Ratsuchende auf drugcom.de zu Drogen und Sucht
Was tun, wenn man merkt, dass jemand im Freundeskreis Kokain konsumiert? Macht Lachgas abhängig? Und was kann ich bei einer Opiat-Überdosis tun? Wissen schützt – denn wer informiert ist, kann Risiken deutlich senken. Deshalb bietet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) mit www.drugcom.de ein kostenfreies Online-Angebot, das seit 24 Jahren über legale und illegale Drogen aufklärt. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Website fast sechs Millionen Besucherinnen und Besucher – pro Tag knapp 16.000. Die meisten Nutzer:innen suchten nach Informationen zu Amphetaminen und Kokain. Seit 2001 bietet das Online-Portal Ratsuchenden eine unkomplizierte Möglichkeit, professionelle Beratung zu erhalten – anonym, vertraulich und ohne erhobenen moralischen Zeigefinger. Geschulte Beraterinnen und Berater sind über Telefon, E-Mail und Chat erreichbar und stehen für Fragen zur Verfügung.
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Veranstaltungen/ Termine

Menschen mit Behinderung und Suchterkrankung: Problematischen Konsum erkennen, ansprechen und Unterstützungsangebote kennenlernen
Die Veranstaltung findet am 15. Januar 2026 online statt und widmet sich dem Thema Abhängigkeitserkrankung und Behinderung. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie:

  • Was versteht man unter einer Abhängigkeitserkrankung?
  • Warum ist Stigmatisierung ein Problem?
  • Woran kann man eine Abhängigkeit erkennen?
  • Wie können Schutzfaktoren gestärkt werden, also Dinge, die helfen, gesund zu bleiben?
  • Wie kann problematischer Konsum angesprochen werden?
  • Welche barrierearmen Informationsmaterialien gibt es?
  • Welche Suchtberatungsstellen in Hamburg bieten Unterstützung und Beratung?

Die Veranstaltung richtet sich unter anderem an Akteur:innen der Behindertenhilfe, Sozialpsychiatrie und Suchthilfe, sowie aus der Gesundheitsförderung und Menschen aus der Selbstvertretung, u.a. aus Heim- und Wohnbeiräten, aus Vereinen und Verbänden sowie aus der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungen (EUTB).
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Evidenzbasierte öffentliche Gesundheit
Diese Veranstaltung ist Teil des Kurses "Infektionskrankheitsepidemiologie" und findet am 15. Januar 2026 online statt. Der Kurs (englische Sprache) bietet einen theoretischen und praktischen Überblick über die Ziele und Verantwortlichkeiten der epidemiologischen Infektionskrankheiten sowie deren Schnittstellen zu anderen Disziplinen und der klinischen Praxis.
Der Kurs führt durch Vorlesungen und interaktive Übungen die Ziele und den Umfang der epidemiologischen Infektionskrankheiten ein und erklärt die Verbindungen zur Labor- und klinischen Praxis. Schlüsselkonzepte der Dynamik der Pathogenübertragung, Überwachung von Infektionskrankheiten, Präventions- und Kontrollstrategien, Hauptprinzipien der epidemiologischen Forschung, Studiendesign und die Grundlagen der statistischen Analyse werden in vierzehn Seminaren diskutiert. Als Beispiele werden verschiedene Infektionskrankheiten (z. B. sexuell übertragbare, impfvermeidbare, im Krankenhaus erworbene, Atemwegs- und Magen-Darm-Infektionen) verwendet.
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Gut in PowerPoint
Viele haben bereits zahlreiche digitale Präsentationen erstellt und sich dabei gefragt, ob es nicht noch attraktivere und professionellere Gestaltungsmöglichkeiten gibt. In diesem Kurs wird gezeigt, wie überzeugende, klar strukturierte und visuell ansprechende Folien in Microsoft PowerPoint entstehen.
Wer wissen möchte, wie in PowerPoint Masterfolien angelegt werden, um das Layout mehrerer Seiten gleichzeitig festzulegen, oder wie sich direkt in PowerPoint Piktogramme zeichnen lassen, bekommt in dieser Fortbildung eine klare und praxisnahe Einführung.
Der Kurs findet am 19. Januar in Hannover statt. Er richtet sich an Anfänger:innen wie Fortgeschrittene und vermittelt fundiertes Know-how für einen souveränen Umgang mit PowerPoint. Während des Seminars besteht die Möglichkeit, direkt mitzuwirken, Fragen zu stellen und eigene Themen einzubringen. Teilnehmende erlernen nicht nur die Grundlagen, sondern auch weiterführende Techniken, um beeindruckende Präsentationen zu gestalten, die ihr Publikum fesseln und überzeugen.
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Unsere Arbeit neu erzählt: Storytelling in der Gesundheitsförderung und Prävention
Wie erklären wir eigentlich Gesundheitsförderung und Prävention? Was bedeuten „integrierte kommunale Strategien“ oder „Health in All Policies“ in der Praxis? Die Kommunikation über Themen und Strategien der Gesundheitsförderung ist oft von abstrakten Fachbegriffen gespickt. Methoden und Ansätze des Storytellings können dabei helfen, komplexe Sachverhalte und praktische Maßnahmen anschaulicher und lebendiger zu erzählen, damit das, was wir zu sagen haben, mehr Aufmerksamkeit gewinnt, im Gedächtnis bleibt und zur Mitwirkung motiviert. Neben Impulsen stehen die Auseinandersetzung mit Medienbeispielen und eigene Übungen auf der Agenda. Diese Fortbildung findet digital am 21. Januar 2026 statt.
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Wohl.Fühlen in herausfordernden Zeiten – Präventionsimpulse für die teil- und vollstationäre Pflege
In Zeiten des demografischen Wandels und neuer gesundheitlicher Herausforderungen werden Gesundheitsförderung und Prävention in Pflegeeinrichtungen wichtiger denn je. Diese können als integraler Bestandteil moderner Pflege die Lebensqualität und Selbstständigkeit der Pflegebedürftigen erhalten oder sogar steigern, den Pflegebedarf verringern und das Gesundheitswesen entlasten. Im Fokus der Fachtagung stehen neue Wege für Prävention und Gesundheitsförderung in teilstationären und stationären Pflegeeinrichtungen: Was brauchen Einrichtungen, um die Gesundheit ihrer Bewohner:innen und Tagesgäste gezielter zu fördern und den tatsächlichen Bedarfen in den Einrichtungen zu begegnen? Welche Rahmenbedingungen, Methoden und Impulse braucht es, um Prävention wirksam zu gestalten? Die Veranstaltung findet am 22. Januar 2026 in Hannover statt.
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Suizidprävention und Krisenintervention bei Jugendlichen
Dieses Seminar ermöglicht Ihnen eine eingehende Betrachtung zur Entstehung von Suizidgedanken und -versuchen bei Jugendlichen sowie der relevanten Risiko- und protektiven Faktoren. Konkrete Handlungsanweisungen für den Umgang mit suizidalen Jugendlichen in ihrem beruflichen Umfeld werden bereitgestellt. Praktische Übungen und Diskussionen ermöglichen die Reflexion der eigenen Haltung zu diesem Thema sowie Techniken der Gesprächsführung auszuprobieren. Das Seminar bietet eine praxisorientierte Herangehensweise und Erfahrungsaustausch und findet am 26. Januar 2026 in Dresden statt.
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Studien, Broschüren und Ausschreibungen

Familienplanung in Niedersachsen
Ein Lebensentwurf mit Kindern ist für 56 Prozent der Frauen in Niedersachsen selbstverständlich – dem Bundesland mit der höchsten Geburtenrate bundesweit. Der Länderbericht der Studienreihe „frauen leben 4“ zeigt anhand aktueller Daten, wie vielfältig Familienplanung und gelebte Familienmodelle heute sind. Wie Frauen in Niedersachsen ihr Leben mit oder ohne Kinder planen, wann für sie ein richtiger Zeitpunkt für ein Kind ist und welche Lebensumstände einen Kinderwunsch und seine Realisierung begünstigen oder hemmen, sind Themen des Berichts.
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Sozialräumliche soziale Schuldnerberatung für Senior:innen
Die von der Diakonie Deutschland in Auftrag gegebene Evaluierung des bundesweiten Modellprojekts „Sozialräumliche soziale Schuldnerberatung für Senior:innen“, welches durch die Unterstützung des BMJV durchgeführt werden konnte, kam kürzlich zum Abschluss. Die Evaluierung wurde extern durch das institut für finanzdienstleistungen e.V. (iff) durchgeführt.
Die Evaluierung zeigt, dass durch das modellhafte Angebot, wie etwa durch Hausbesuche oder die engere Zusammenarbeit mit Netzwerkpartner:innen, die Schuldnerberatung gezielt die Lebenswelt von Senior:innen adressiert. Dadurch werden die Zugangsbarrieren zur Beratung für ältere Menschen, die zuvor aus Mobilitätsgründen, mangelnder Informiertheit oder Scham die Beratung nicht in Anspruch nehmen konnten, abgebaut. Die Beratung fördert nicht nur die finanzielle Stabilisierung, sondern unterstützt auch die Selbstwirksamkeit der Ratsuchenden.
Die Evaluierung zeigt aber auch klar die Schwierigkeiten, das Potential von Pilotprojekten zu hebeln. Die beschränkte Laufzeit des Pilotprojektes erfordert eine strukturierte Planungs- und Beendigungsphase.
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Aktualisierte Broschüre „Wohnen im Alter – am liebsten zu Hause“ ist wieder verfügbar
Die Broschüre des Niedersächsischen Sozialministeriums beschreibt, wie man im Alter auch mit Einschränkungen selbstständig und selbstbestimmt zu Hause leben kann. Leser und Leserinnen finden praxisorientierte Tipps dazu, wie sich Räume und Bereiche einer Wohnung umgestalten lassen. Die Broschüre zeigt neue technische Lösungen auf und erklärt, wo es finanzielle Unterstützung für einen altersgerechten und barrierefreien Umbau gibt. Die 52-seitige Broschüre lässt sich als PDF herunterladen oder als gedruckte Version auf der Internetseite des Niedersächsischen Sozialministeriums bestellen.
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Neuer Public Health Index: Deutschland auf vorletztem Platz bei wissenschaftlich empfohlenen Präventionsmaßnahmen
Der AOK-Bundesverband und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben erstmals ein umfassendes Ranking zum Umsetzungsstand wissenschaftlich empfohlener Präventionsmaßnahmen veröffentlicht. Im neuen Public Health Index (PHI), der künftig alle zwei Jahre aktualisiert werden soll, belegt Deutschland Rang 17 von 18 untersuchten Staaten in Nord- und Zentraleuropa. In der Einzelbetrachtung der vier untersuchten Handlungsfelder landet Deutschland bei Tabak, Alkohol und Ernährung jeweils auf den hinteren Rängen, bei Bewegung im unteren Mittelfeld. Am besten schneiden Großbritannien, Finnland und Irland ab. Diese Länder erreichen die höchsten Punktzahlen im PHI, dicht gefolgt von Norwegen und Frankreich. Demnach setzten die Spitzenreiter besonders viele der wissenschaftlich empfohlenen Maßnahmen zur Förderung gesunder Lebensweisen um, zum Beispiel Mindeststandards für Schulessen, eine gesundheitsorientierte Besteuerung sowie umfassenden Kinderschutz etwa durch Einschränkungen von Werbung und Verfügbarkeit gesundheitsschädliche Konsumgüter. Schlusslicht bildet der gesamte DACH-Raum mit Deutschland, Österreich und der Schweiz, der insgesamt besonders wenige der wirksamen Präventionsmaßnahmen ergreift.
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Gesundheitskompetenz in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten – Neue Studie zur Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland
Bereits zum dritten Mal hat ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universität Bielefeld, der Charité/Universitätsmedizin Berlin und der Hertie School/University of Governance die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland untersucht.
Es kommt dabei zu positiven Ergebnissen: Die Gesundheitskompetenz in Deutschland hat sich verbessert. Der Anteil der Bevölkerung mit geringer Gesundheitskompetenz, der erhebliche Schwierigkeiten im Umgang mit Gesundheitsinformationen hat, ist in den letzten fünf Jahren um 3,1 Prozentpunkte gesunken – auf nun 55,7 %. Trotz Corona-Pandemie und anderer anhaltender Krisen und gesellschaftlicher Unsicherheiten zeigt sich damit ein Aufwärtstrend. Die Studienleitung, Professorin Doris Schaeffer, Universität Bielefeld, betont, dass die Ergebnisse dieser dritten deutschlandweiten Befragung zur Gesundheitskompetenz Anlass zu vorsichtiger Hoffnung geben. Die repräsentativ angelegte Studie, in der der knapp 2.650 Personen ab 18 Jahren persönlich zu ihrer Gesundheitskompetenz befragt wurden, wurde methodisch so durchgeführt, dass die Ergebnisse direkt mit einer fünf Jahre zuvor durchgeführten Erhebung vergleichbar sind. Ermittelt wurden neben der allgemeinen auch die Digitale Gesundheitskompetenz und die Navigationale Gesundheitskompetenz, also die Fähigkeit, sich im Gesundheitssystem zu orientieren und zurechtzufinden.
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TK-Gesundheitsreport 2025 - Macht das Wetter krank? Der Einfluss des Klimawandels auf die Arbeitswelt
Für den Report befragte das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) im Auftrag der TK im Januar 2025 bundesweit 992 Beschäftigte sowie 351 Arbeitgeber verschiedener Branchen zum Thema Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit. Das Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (aQua-Institut) hat zudem untersucht, wie sich der Klimawandel auf den Krankenstand auswirkt. Fast 1.000 Beschäftigte aus verschiedenen Branchen in Deutschland wurden zu ihrem Ver halten, ihrer Einstellung und ihren Wünschen an den Arbeitgeber im Zusammenhang mit dem Klimawandel und dessen Folgen auf ihre Gesundheit am Arbeitsplatz befragt. Darüber hinaus wurden die Beschäftigten zu einer Einschätzung gebeten, wie sie sich an ihrem Arbeitsplatz vom Klimawandel betroffen fühlen und welche Auswirkungen und Folgen sie in ihrem Betrieb spüren. Mithilfe dieser Ergebnisse sollen für Unternehmen konkrete und praxisnahe Handlungsempfehlungen abgeleitet und deutlich gemacht werden, wo sie für gesundes Arbeiten in Zeiten des Klimawandels ansetzen können.
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GKV-Bündnis für Gesundheit

Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.

Geschäftsführer: Thomas Altgeld

Schillerstraße 32 · 30159 Hannover
Telefon: 0511 / 388 11 89 - 0
E-Mail: info@gesundheit-nds-hb.de
Internet: www.gesundheit-nds-hb.de

Die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. (LVG & AFS Nds. HB e. V.) ist ein gemeinnütziger, unabhängiger und landesweit arbeitender Fachverband für Gesundheitsförderung, Prävention und Sozialmedizin mit Sitz in Hannover. Mitglieder sind Institutionen und Personen aus dem Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich.