Gesundheitsregionen Niedersachsen

Liebe Leser:innen,

die Gesundheitsregionen Niedersachsen bleiben in Bewegung: Die landesweite Monitoringbefragung ist abgeschlossen und liefert bald spannende Einblicke in die Aktivitäten vor Ort. Die beteiligten Kommunen nehmen das neue Schwerpunktthema „Mehr als Medizin – gesundheitliche Versorgung und soziale Unterstützung zusammendenken“ gut auf und arbeiten auch an regionsübergreifenden Aktivitäten. Ebenso stehen wieder neue Projektanträge aus den Gesundheitsregionen Niedersachsen in den Startlöchern. 

Auch darüber hinaus gibt es viel zu berichten: Notfallversorgung, Bewegungsförderung, häusliche Pflege durch junge Menschen, Einsamkeitsprävention – Die Liste an vor Ort bearbeiteten Themen ist lang. Diverse Gesundheitskonferenzen sind geplant und auch außerhalb der Gesundheitsregionen finden Aktivitäten statt, die wertvolle Impulse für die Arbeit vor Ort geben. 

Wir wünschen Ihnen wie immer viel Freude beim Lesen!
 

Herzliche Grüße
Dr. Marius Haack & Dr. Maren Preuß
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Nds. HB e. V.

Aktuelles von der Landesebene


Dritte Monitoringrunde der Gesundheitsregionen Niedersachsen

Im Frühsommer fand bereits zum dritten Mal das Monitoring der Gesundheitsregionen Niedersachsen statt. Im Rahmen der Erhebung werden die vor Ort bestehenden Strukturen sowie die vielfältigen Aktivitäten der Gesundheitsregionen systematisch erfasst. Besonders erfreulich: Auch in diesem Jahr haben sich wieder alle 30 Gesundheitsregionen am Monitoring beteiligt.
Aktuell werden die erhobenen Daten aufbereitet und ausgewertet. Durch die mittlerweile dritte Erhebungsrunde können erstmals auch Entwicklungen über einen längeren Zeitraum betrachtet und Veränderungen zwischen den einzelnen Monitoringzeitpunkten sichtbar gemacht werden.
Ein weiteres Novum der diesjährigen Erhebung ist die Berücksichtigung des neuen Schwerpunktthemas „Mehr als Medizin“. Damit wird erstmals systematisch erfasst, wie das Thema in den Gesundheitsregionen aufgegriffen und vor Ort umgesetzt wird.
Die Ergebnisse werden auch in diesem Jahr wieder in Form von Factsheets auf der Website der Gesundheitsregionen Niedersachsen veröffentlicht. Auf Grundlage der aktuellen Monitoringdaten werden zudem die Informationen auf der Website einschließlich der Projektdatenbank aktualisiert. So entsteht Schritt für Schritt ein aktuelles Bild der Strukturen, Aktivitäten und Entwicklungen in den Gesundheitsregionen Niedersachsen.
 

Mehr als Medizin: neue Impulse für die Gesundheitsregionen Niedersachsen

Mit „Mehr als Medizin – gesundheitliche Versorgung und soziale Unterstützung zusammendenken“ wurde in diesem Jahr erstmals ein gemeinsames Schwerpunktthema für die Gesundheitsregionen Niedersachsen festgelegt. Der Schwerpunkt soll den Kommunen als Impuls und Inspiration für ihre inhaltliche Arbeit dienen – ohne dabei verbindliche Vorgaben für die Arbeit vor Ort zu machen.
Um die Gesundheitsregionen bei der Auseinandersetzung mit dem Thema zu unterstützen, wurden im Laufe des Jahres durch die Prozessbegleitung bereits verschiedene Impulse gesetzt. So stand „Mehr als Medizin“ im Mittelpunkt der diesjährigen Jahrestagung und der Geschäftsstellentreffen im Juni 2026. Darüber hinaus wurde eine Handlungshilfe entwickelt, die die Bedeutung des Themas einordnet und anhand unterschiedlicher Praxisansätze Möglichkeiten für die Umsetzung vor Ort aufzeigt. Für die Vorstellung und Diskussion des Schwerpunktthemas in den Steuerungsgruppen der Gesundheitsregionen wurde zudem ein eigenes Unterstützungsangebot einschließlich einer nutzbaren Präsentation erarbeitet.
Ein weiterer Baustein ist eine neu gegründete Arbeitsgruppe der Gesundheitsregionen, die sich vertieft mit einem wichtigen Teilaspekt des Schwerpunktthemas beschäftigt: der navigationalen Gesundheitskompetenz. Im Fokus steht damit die Frage, wie Menschen dabei unterstützt werden können, sich im Gesundheits- und Unterstützungssystem besser zu orientieren und passende Angebote zu finden. Die Arbeitsgruppe sammelt zunächst vorhandene Materialien, Projekte und Praxisbeispiele aus den Gesundheitsregionen und prüft, inwieweit erfolgreiche Ansätze auf andere Regionen übertragen werden können. Perspektivisch soll daraus ein praxisnaher Instrumentenkoffer zur Stärkung der navigationalen Gesundheitskompetenz entstehen, von dem alle Gesundheitsregionen profitieren können.
 

Projektförderung im Rahmen der Gesundheitsregionen: Stichtag am 15. September

Auch mit der Neuauflage der Förderrichtlinie haben die Gesundheitsregionen Niedersachsen weiterhin die Möglichkeit, Fördermittel für innovative Projekte zur Weiterentwicklung der gesundheitlichen Versorgung und Gesundheitsförderung vor Ort zu beantragen.
Eine Neuerung betrifft dabei insbesondere Kooperationsprojekte mehrerer Gesundheitsregionen: Für gemeinsam eingereichte Vorhaben kann nun eine Förderung von bis zu 120.000 Euro für eine Laufzeit von zwei Jahren beantragt werden. Zuvor lag die Höchstfördersumme bei 80.000 Euro. Damit sollen regionsübergreifende Kooperationen und die gemeinsame Bearbeitung von Herausforderungen noch stärker unterstützt werden.
Stichtag für die Einreichung der Projektanträge ist der 15. September. Bereits jetzt zeichnet sich für die diesjährige Förderrunde eine rege Beteiligung ab. Erfreulich ist zudem, dass mehrere der geplanten Förderanträge das neue Schwerpunktthema „Mehr als Medizin – gesundheitliche Versorgung und soziale Unterstützung zusammendenken“ aufgreifen. Damit findet der neue Schwerpunkt bereits in der Projektentwicklung vor Ort seinen Niederschlag.

Aktuelles direkt aus den Gesundheitsregionen


Gesundheitsregion Emsland

Wettbewerb gegen Einsamkeit – Broschüre online

Am 03. September 2025 hat der Landkreis Emsland anlässlich der Gesundheitskonferenz zum 30-jährigen Jubiläum des Beirats für Senior:innen im Landkreis Emsland den Wettbewerb „Einsam? Zweisam? Gemeinsam!“ für Initiativen gegen Einsamkeit ins Leben gerufen. Gesucht wurden sowohl bereits bestehende Projekte als auch kreative Ideen. Die insgesamt 41 eingereichten Beiträge (33 Praxisbeispiele und acht Ideen) wurden durch eine Jury gesichtet und die besten Beiträge ausgezeichnet. 

Die Preisträger:innen kamen im Meppener Kreishaus zusam-men, um ihre Auszeichnung entgegenzunehmen. (Foto: Land-kreis Emsland)

Die Preisträger:innen kamen im Meppener Kreishaus zusammen, um ihre Auszeichnung entgegenzunehmen. (Foto: Landkreis Emsland)

Die beiden besten Ideen werden mit einer Anschubfinanzierung durch die Gesundheitsregion Emsland umgesetzt. Alle eingereichten Beiträge sind in einer Online-Broschüre veröffentlicht. So werden die vielfältigen Ideen und Angebote einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und können zur Nachahmung anregen. Ausdrücklich erwünscht ist auch die Einreichung von weiteren Praxisbeispielen, die in die Broschüre aufgenommen werden. 
Die Broschüre ist hier zu finden.
 

Gesundheitsregion Gifhorn

Das Projekt „Bin ich auch noch klein – Bewegung muss sein“ wurde erstmals wissenschaftlich evaluiert und zeigt messbare Erfolge: Eine Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) belegt, dass sich die Grobmotorik von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren durch das Programm signifikant verbessert. Auch Eltern und Erzieher:innen berichten von positiven Entwicklungen im Alltag. Seit 2018 wurden in zwölf Kitas des Landkreises Gifhorn rund 780 Kinder erreicht. Das kostenfreie Projekt umfasst 10 bis 15 wöchentliche Bewegungseinheiten und soll Bewegung nachhaltig im Kita-Alltag verankern. Die Kooperation mit dem UKE wird fortgesetzt. Hier finden Sie die Pressemitteilung.

Bei der Vorstellung der Studienergebnisse (von l.n.r.): Roy Präger, Marleen Stridde, Melanie Lemke, Philipp Raulfs, Miroslav Jenka, Janine Ahrends, Norbert Blyszcz, Nele Westphal, Rolf Amelsberg. (Foto: Landkreis Gifhorn)

Bei der Vorstellung der Studienergebnisse (von l.n.r.): Roy Präger, Marleen Stridde, Melanie Lemke, Philipp Raulfs, Miroslav Jenka, Janine Ahrends, Norbert Blyszcz, Nele Westphal, Rolf Amelsberg. (Foto: Landkreis Gifhorn)

Am 23. September 2026 findet ein gemeinsamer Fachtag der Gesundheitsregion und des Sozialpsychiatrischen Verbunds Gifhorn zum Thema „Zwischen Verbundenheit und Isolation: Einsamkeit als gesellschaftliche Herausforderung“ statt. Hier gelangen Sie zur Anmeldung und zum Programm.
 

Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen

Projekt „Schlaf macht Schule“: Logo und Broschüre veröffentlicht

Im Projekt „Schlaf macht Schule“ wurde gemeinsam mit der BBS II Göttingen ein Projektlogo entwickelt. Schüler:innen gestalteten verschiedene Entwürfe, aus denen die Projektteilnehmenden des Felix-Klein-Gymnasiums ihren Favoriten auswählten.
Die Broschüre „Wer sind wir nachts?“ informiert über die Bedeutung gesunden Schlafs und beantwortet zwölf zentrale Fragen mit wissenschaftlich fundierten und alltagstauglichen Empfehlungen für Eltern, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und alle Interessierten.
Hier erhalten Sie mehr Informationen.


Gesundheitsregion Region Hannover

Zum 15. Mai 2026 hat Torben Klant die Leitung des Dezernats für Öffentliche Sicherheit, Zuwanderung, Gesundheit und Verbraucherschutz übernommen. Mit diesem Amtsantritt übernimmt er zugleich die Leitung der Gesundheitsregion Region Hannover. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.
Im Rahmen der Arbeitsgruppe IV „Notfallversorgung“ wurde im Juni und Juli 2026 in den Wartebereichen von elf Notaufnahmen der Region Hannover eine Patient:innenbefragung durchgeführt. Ziel ist die Evaluation der gemeinsamen Aufklärungskampagne „Kein Fall für die Notaufnahme“ und „Du bist Teil der Lösung“ (Plakate, Flyer, Kinotrailer). Befragt wurden Patient:innen, die im Wartebereich auf ihre Behandlung warteten.
Die Arbeitsgruppe VIII „Gesundheitskompetenz/-bildung“ trifft sich regelmäßig im Abstand von etwa acht bis zehn Wochen und arbeitet derzeit an der Festlegung ihres inhaltlichen Themenschwerpunktes.
 

Gesundheitsregion Heidekreis

Hebammenförderung im Landkreis Heidekreis

Seit dem 1. August 2026 unterstützt der Heidekreis freiberufliche Hebammen bei dem Schritt in die Selbständigkeit sowie bei möglichen Qualifizierungsmaßnahmen. So kann die Hebammentätigkeit durch einen einmaligen, zweckgebundenen Gründungszuschuss in Höhe von bis zu 10.000 € im ersten Jahr der Tätigkeitsaufnahme gefördert werden. Zudem können bereits praktizierende Hebammen einen jährlichen Zuschuss für die Teilnahme an Pflichtfortbildungsangeboten nach § 2 Abs. 4 NHebG in Höhe von bis zu 300 € erhalten.
 

Gesundheitsregion Leer

Am 28. Juni 2026 fand in der Gemeinde Rhauderfehn erstmals der Bewegungstag unter dem Motto „Rhauderfehn bewegt sich“ statt. Zahlreiche örtliche Sportvereine sowie weitere Anbieter:innen von Bewegungs- und Gesundheitsangeboten präsentierten ihre vielfältigen Angebote für ein aktives Leben. Ergänzt wurde das Programm durch abwechslungsreiche Vorträge und Vorführungen auf der Bühne, die das Thema Bewegung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten.
Das Veranstaltungsformat wurde von einer Arbeitsgruppe zur Bewegungsförderung entwickelt und soll künftig dazu beitragen, die Bedeutung regelmäßiger Bewegung als wichtigen Baustein der Gesundheitsförderung im gesamten Landkreis stärker in den Fokus zu rücken. Ein besonderes Anliegen ist es, die vielfältigen Bewegungsangebote vor Ort sichtbar zu machen und Menschen aller Altersgruppen mit niedrigschwelligen Mitmachaktionen für mehr Bewegung zu begeistern.
Die Aktion soll einmal jährlich in einer Gemeinde des Landkreises Leer stattfinden, um „Jung und Alt“ zur Bewegung zu motivieren.
 

Gesundheitsregion Stadt Oldenburg

Young Carers im Mittelpunkt der Steuerungsgruppensitzung

Am 15. April 2026 war die Bezirksstelle Oldenburg der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen Gastgeberin der Steuerungsgruppensitzung der Gesundheitsregion Stadt Oldenburg. Im Mittelpunkt stand das Projekt „YoungCarers@OL“ und damit eine Gruppe junger Menschen, die häufig Verantwortung für pflegebedürftige oder chronisch erkrankte Angehörige übernehmen.
Nach einer Videobotschaft des Schirmherrn, Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi, führte Dr. Steffen Kaiser von der Europa-Universität Flensburg fachlich in das Thema ein und machte deutlich, vor welchen Herausforderungen Young Carers stehen und warum ihre Lebenssituation mehr öffentliche Aufmerksamkeit verdient.

von r.n.l.: Tim Streit, Dr. med. dent. Sainab Egloffstein, Ele Herschelmann, Dr. phil. Anna-Maria Spittel. (Foto: Stadt Olden-burg)

von r.n.l.: Tim Streit, Dr. med. dent. Sainab Egloffstein, Ele Herschelmann, Dr. phil. Anna-Maria Spittel. (Foto: Stadt Oldenburg)

Anschließend stellte Dr. Anna-Maria Spittel von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg das Projekt „YoungCarers@OL“ vor, das im Rahmen der Gesundheitsregionen Niedersachsen gefördert wird und junge pflegende Angehörige in Oldenburg vernetzen, stärken und sichtbarer machen möchte.
Darüber hinaus informierte die Arbeitsgruppe „Barrierefreie medizinische Versorgung“ über ihre aktuellen Aktivitäten. Ele Herschelmann von BeKoS e. V. stellte den offenen Pflegetreff für pflegende Angehörige vor. Zudem gab Dr. Anne Schmitt von Health for Future einen Ausblick auf den Hitzeaktionstag der Stadt Oldenburg am 10. Juni 2026. Als neues Mitglied der Steuerungsgruppe wurde außerdem Sarah Orlowski, Geschäftsführerin der Volkshochschule Oldenburg, begrüßt.
Die Sitzung bot zahlreiche fachliche Impulse und unterstrich einmal mehr den Wert der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit in der Steuerungsgruppe der Gesundheitsregion Stadt Oldenburg.
 

Gesundheitsregion Osnabrück

Im Rahmen des Projektes „6und60 – Generationen verbinden, Chancen stärken, Gesundheit fördern“ wurden bereits wichtige Meilensteine erreicht. Ziel des Projektes ist es, Grundschulkinder und ältere Menschen zusammenzubringen und dadurch Bildung, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Beide Generationen profitieren voneinander: Kinder erhalten zusätzliche Unterstützung und persönliche Zuwendung, während ältere Menschen ihre Erfahrungen, Fähigkeiten und Interessen einbringen können.
Für die erste Projektphase konnten sechs Grundschulen in Melle und Bissendorf gewonnen werden. Zudem wurden engagierte Menschen ab etwa 60 Jahren angesprochen und für ein ehrenamtliches Engagement im Schulalltag gewonnen. Die Ehrenamtlichen können sich mit Angeboten wie Vorlesen, Bewegung, kreativen Aktivitäten oder gemeinsamen Projekten einbringen. Eine kostenfreie Qualifizierung bereitet sie auf ihren Einsatz vor und vermittelt Kenntnisse zu Kommunikation, Kinderschutz und Gesundheitsförderung. Mit dem Start des neuen Schuljahres beginnen die ersten Angebote. Weitere Schulen und Ehrenamtliche können im Projektverlauf hinzukommen.
 

Gesundheitsregion Rotenburg (Wümme)

Gemeinsam mit dem Netzwerk Kinder und Jugend veranstaltet die Gesundheitsregion Rotenburg (Wümme) im November eine Klausur zum Thema „Mobbing ist kein Spaß, sondern Gewalt“.
Aus den Projekten „Demenzkontor“ und „Community Health Nurse“ heraus wurde ein Runder Tisch Demenz gegründet. Dieser soll den regelmäßigen Austausch und die Vernetzung der Akteur:innen im Themenfeld Demenz fördern und dabei den gesamten Landkreis in den Blick nehmen.
Die Gesundheitsregion führt derzeit in Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule Köln und der Universität Koblenz eine digitale Umfrage zum Bewegungsverhalten der Einwohner:innen im Landkreis Rotenburg (Wümme) durch. Die gewonnenen Daten können als Grundlage für die weitere Präventionsplanung im Landkreis genutzt werden (ActIv-KV).
Die Umsetzung des Medizinstipendiums ist in der Geschäftsstelle der Gesundheitsregion angesiedelt. In diesem Sommer konnten vier neue Studierende gewonnen werden.
 

Gesundheitsregion Peine

Der Landkreis Peine hat seinen neuen Glückskoffer für Senior:innen vorgestellt: Er enthält Materialen, die einfach und niedrigschwellig eingesetzt werden können, um den Austausch und den Kontakt untereinander zu fördern. Damit reagiert der Landkreis auf die zunehmende gesellschaftliche Herausforderung der Einsamkeit älterer Menschen. Der Glückskoffer kann in Einrichtungen der Seniorenarbeit, in Nachbarschaftshilfen, Selbsthilfegruppen und ähnlichen Kontexten eingesetzt werden.
Das Thema Einsamkeit vertieft der Landkreis Peine mit der Gesundheitskonferenz „Mut zur Begegnung – Wege aus der Einsamkeit im Landkreis Peine“, die am 1. Oktober 26 stattfinden wird.
Mit einem speziellen Fokus auf die Zielgruppe 60+ startet im November 2026 erstmals das neue Projekt „Freizeit-Speeddating 60+“.
Vom 24. September bis zum 29. Oktober 2026 veranstaltet das Peiner Bündnis gegen Depression unterschiedlichste Veranstaltungen zum Thema Angststörungen.
Mit der Auftaktveranstaltung im April 2026 zum „Interkommunalen Austausch zur psychiatrischen Versorgung“ verfolgt der Landkreis Peine eine enge fachliche Begleitung und einen Austausch der beteiligten Stadt/Landkreise mit dem AWO-Psychiatriezentrum Königslutter.
 

Gesundheitsregion Uelzen

Ein weiterer Meilenstein im Projekt „Gesund älter werden im Landkreis Uelzen“: Am 28. Juni 2026 haben die ehrenamtlichen Gesundheitslotsinnen ihre Schulung erfolgreich abgeschlossen. Das Projekt wird vom GKV-Bündnis für Gesundheit in Niedersachsen gefördert. Während der Schulung erhielten die Teilnehmerinnen theoretisches und praxisnahes Wissen für ihre zukünftige Tätigkeit.
Ab sofort unterstützen die Gesundheitslotsinnen ältere Menschen ehrenamtlich dabei, möglichst lange selbstbestimmt zu Hause zu leben. 

Absolventinnen gemeinsam mit den Verantwortlichen von der LVG & AFS und der Gesundheitsregion Landkreis Uelzen.

Absolventinnen gemeinsam mit den Verantwortlichen von der LVG & AFS und der Gesundheitsregion Landkreis Uelzen.

Sie informieren über Gesundheits- und Unterstützungsangebote und helfen, sich im Hilfesystem zurechtzufinden. Die Beratung ist kostenlos und niedrigschwellig. Regelmäßig treffen sich die Ehrenamtlichen mit der hauptamtlichen Gesundheitslotsin Elke Heißenbüttel zum Austausch und zur Organisation ihrer Einsätze.

Veranstaltungen


Gesundheitskonferenzen in den Gesundheitsregionen (bisher geplant)
 

Gesundheitskonferenz Braunschweig
23. September 2026, Braunschweig
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Gesundheitskonferenz Gifhorn
23. September 2026, Gifhorn
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Gesundheitskonferenz Peine
01. Oktober 2026, Peine
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Gesundheitskonferenz Göttingen/Südniedersachsen
07. Oktober 2026, Osterode am Harz
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Gesundheitskonferenz Wolfsburg
19. November 2026, Wolfsburg
 

Weitere Veranstaltungstipps
 

Digitale Akademie: Fokus Gesundheit
Regelmäßig, online
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In der Lobby – Lunchtalks der KGC Berlin zur Lobbyarbeit für gesundheitliche Chancengleichheit
25. August bis 11. November 2026, vier Termine, online
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Zwischen Mensch und Maschine – Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen
02. bis 16. September 2026, online
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9. Landespflegekonferenz Niedersachsen 2026
07. September 2026, Hannover
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30. Robert-Koch-Tagung
10. und 11. September 2026, Hannover
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3. Deutsche Social Prescribing Konferenz
17. September 2026, Berlin
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Fachtag: Sexuelle Gesundheit in queeren Lebenswelten
18. September 2026, Göttingen
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DNGK-Jahrestagung 2026: Stand der Gesundheitskompetenzförderung in Deutschland
22. September 2026, Köln
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25. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung
23. bis 25. September 2026, Köln
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Niedersachsen-Forum Alter und Zukunft 2026
29. September 2026, Oldenburg
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Handlungsorientierte Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN)
05. Oktober 2026, Hannover
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Von Primärversorgung zu Primary Health Care
08. Oktober 2026, Berlin
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Herbstakademie Public Health
16. bis 18. November 2026, Hannover
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BVPG-Statuskonferenz 2026: Mentale Gesundheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen
17. November 2026, online
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Community Health Conference
19. bis 20. November, Bochum
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Wissenswertes


impu!se 131 – Netzwerke(n): Ein Versprechen für mehr Wirksamkeit?

„Vermitteln und Vernetzen" ist ein zentrales Handlungsprinzip der Gesundheitsförderung. Doch was können Netzwerke wirklich leisten? Wann ist Netzwerkarbeit sinnvoll und wirksam? Und was braucht erfolgreiche Netzwerkarbeit? In dieser Ausgabe geht es darum, ein Verständnis für Mehrwert und Grenzen von gesundheitsbezogener Netzwerkarbeit zu schaffen, die Bedingungen für wirkungsvolles Netzwerken auszuloten und Praxisbeispiele aus vielfältigen Bereichen, wie zum Beispiel Gesundheitsversorgung, Selbsthilfe und kommunaler Gesundheitsförderung vorzustellen. Hier finden Sie die Fachzeitschrift.
 

Psychisch fit in der Grundschule: LVG & AFS übernimmt Landeskoordination für „Unsere ‚verrückten‘ Familien!“

Psychische Erkrankungen in der Familie sind keine Seltenheit – und niemals die Schuld der Kinder. Das Präventionsprogramm „Unsere ‚verrückten‘ Familien!“ von Irrsinnig Menschlich e. V. macht das Thema altersgerecht besprechbar, baut Stigmatisierung ab und fördert die Resilienz und das Hilfesuchverhalten von Grundschulkindern. Herzstück sind Schultage ab Klasse drei, ergänzt durch Fortbildungen für Lehrkräfte und Angebote für Eltern. Mithilfe eines Wimmelbilds wirft die Klasse spielerisch einen Blick in das Familienleben von Kindern psychisch erkrankter Eltern. Die LVG & AFS übernimmt ab sofort die Landeskoordination in Niedersachsen und unterstützt kommunale Kooperationspartner:innen bei Aufbau und Umsetzung eines Programmstandorts. Die Auridis Stiftung und die AOK Niedersachsen fördern „Unsere ‚verrückten‘ Familien!“ im Bundesland. Hier gelangen Sie zur Projektwebseite.
 

kvn.magazin: Versorgung 2040 – Ein Blick in die Zukunft

Die Ausgabe des KVN-Magazins (03/2026) widmet sich der medizinischen Versorgung Niedersachsens bis 2040. Zentrale Themen sind Prognosen zum Ärzt:innenbedarf, der Zukunft der Versorgung mit mehr älteren Patient:innen und weniger Hausärzt:innen in ländlichen Regionen, die elektronische Patientenakte (ePA) sowie Versorgungsmodelle, zum Beispiel medizinische Versorgungszentren, aber auch alternative Versorgungsangebote. Die Ausgabe steht online hier zur Verfügung.
 

AOK Niedersachsen: Gesundheit ermöglichen. Prävention für vulnerable Bevölkerungsgruppen in Niedersachsen

Die Studie untersucht die gesundheitliche Lage, das Gesundheitsverhalten und die Präventionsbedarfe vulnerabler Bevölkerungsgruppen in Niedersachsen. Genauer betrachtet werden dabei Sozialhilfe- und Bürgergeldbeziehende, Personen in Frührente sowie Arbeitslosengeldbeziehende. Ziel ist es, belastbare Hinweise für eine wirksamere und bedarfsgerechte Ausgestaltung von Präventionsangeboten zu liefern.
Die Ergebnisse der Befragung von 1.067 Versicherten verdeutlichen eine insgesamt hohe gesundheitliche Belastung. Chronische Erkrankungen, psychische Belastungen und finanzielle Unsicherheiten prägen den Alltag vieler befragter Personen; insbesondere Stress und Schlafprobleme treten häufig auf und weisen auf eingeschränkte Gesundheitsressourcen hin. Hier finden Sie die Studie.
 

Reformbedarf in der Primärversorgung

Wie kann eine gute, wohnortnahe Gesundheitsversorgung auch künftig sichergestellt werden? Angesichts zunehmender hausärztlicher und pflegerischer Unterversorgung braucht es neue Ansätze für die Primärversorgung. Eine aktuelle Publikation der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt auf, wo Reformbedarf besteht und wie eine zukunftsfähige Primärversorgung gestaltet werden könnte. Ein interprofessionelles Team entwickelt dazu ein konkretes Reformmodell und gibt Impulse für die gesundheitspolitische Debatte. Lesenswert für alle, die wissen möchten, wie die Versorgung vor Ort zukunftsfest gestaltet werden kann. Die Publikation finden Sie hier.
 

Mikroförderung in Niedersachsen: Gemeinschaft stärken – Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt fördern

Zum 1. September 2026 führt das Land Niedersachsen eine neue Mikroförderung ein. Das Programm richtet sich an Vereine, gemeinwohlorientierte Organisationen, Initiativen sowie freiwillig engagierte Privatpersonen. Ziel der Landesregierung ist es, Projekte landesweit unbürokratisch und zeitnah zu unterstützen. Da die Vergabe ermessensgebunden erfolgt und an die verfügbaren Haushaltsmittel gekoppelt ist, wird eine frühzeitige Information empfohlen. Diese finden Sie hier.

Alle bisherigen Ausgaben finden Sie auf der Website der LVG & AFS Nds. HB e. V. unter:
www.gesundheit-nds-hb.de/newsletter/gesundheitsregionen-niedersachsen

Impressum

Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.

Geschäftsführer: Thomas Altgeld

Schillerstraße 32 · 30159 Hannover
Telefon: 0511 / 388 11 89 - 0
E-Mail: info@gesundheit-nds-hb.de
Internet: www.gesundheit-nds-hb.de

KI-Nutzung: Bei der Erstellung der Beiträge werden mitunter KI-gestützte Werkzeuge zur Recherche, Strukturierung oder Textoptimierung genutzt. Sämtliche Inhalte werden von den Verfassenden sorgfältig geprüft.

Die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. (LVG & AFS Nds. HB e. V.) ist ein gemeinnütziger, unabhängiger und landesweit arbeitender Fachverband für Gesundheitsförderung, Prävention und Sozialmedizin mit Sitz in Hannover. Mitglieder sind Institutionen und Personen aus dem Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich.