Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
Online Newsletter

04 / 2026

Liebe Leser:innen,

in der 159. Ausgabe des Online-Newsletters melden wir uns mit einem breiten Themenspektrum: Die aktuelle Ausgabe der impu!se für Gesundheitsförderung mit dem Titel „Viele Leuchttürme, wenig Licht? Ein Rückblick auf 10 Jahre Präventionsgesetz“ wird vorgestellt. Ergänzend stellen wir Ergebnisse aus dem Programm teamw()rk vor, die Ansatzpunkte für die Unterstützung von Menschen in Erwerbslosigkeit aufzeigen. Auch unser Engagement zu Rassismus im Gesundheitswesen sowie praxisnahe Fortschritte – etwa die erste DGE-zertifizierte Pflegeeinrichtung in Niedersachsen – stehen im Fokus. Wie gewohnt finden Sie weitere Neuigkeiten in den übrigen Rubriken unserer Ausgabe.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!
 

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Redaktionsteam

LVG & AFS inside

impu!se 130 – Viele Leuchttürme, wenig Licht? Ein Rückblick auf 10 Jahre Präventionsgesetz
Die Ausgabe zum zehnjährigen Bestehen des Präventionsgesetzes beleuchtet Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven der Präventionspolitik in Deutschland. Sie fragt nach Erfolgen und Versäumnissen und thematisiert unter anderem Lücken der Präventionspolitik, Ansätze in Niedersachsen, Partizipation und Erfahrungen aus der kommunalen Gesundheitsförderung.
 

Leitfaden für die Planung und Umsetzung von Männerschuppen
Viele kommunale Gesundheitsangebote erreichen Männer ab 50 bislang nur selten. Ausgehend vom australischen Modell der Männerschuppen hat das Projekt MARS der Universität Bremen und der LVG & AFS untersucht, wie solche Treffpunkte auch in Deutschland zur Gesundheitsförderung und Teilhabe beitragen können. Ergebnis des Projekts ist ein Leitfaden. Er bietet eine Einführung in das Konzept und gibt Hinweise zu Räumen, Aktivitäten und der Organisation von Gruppen. Das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Projekt lief von April 2022 bis März 2025. Seit April 2026 läuft mit MARS+ ein zweijähriges Anschlussprojekt an der Universität Bremen.
 

Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen aus dem Programm teamw()rk in Niedersachsen
Der Bericht „GESUNDHEIT FÖRDERN, ARBEIT ERMÖGLICHEN – Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen aus dem Programm teamw()rk in Niedersachsen“ fasst die Ergebnisse einer zweijährigen Erhebung im Rahmen des bundesweiten Programms zusammen. Untersucht wurden Gelingensfaktoren, Herausforderungen und Ansätze der Gesundheitsförderung für Menschen in Erwerbslosigkeit in Niedersachsen. Der Bericht bietet einen Überblick zu Reichweiten, Strukturen und Wirkungen des Programms und leitet Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung gesundheitsförderlicher Angebote ab. Ergänzend steht ein Poster mit einer Ergebnisübersicht zur Verfügung.
 

Lesung mit Mahssa Behdjatpour: „Du lachst ja gar nicht mehr“
Diskriminierung und Rassismus in der Gesundheitsversorgung sind zentrale Themen der LVG & AFS. Am 19. März 2026 beteiligten sich die Landesstelle Psychiatriekoordination Niedersachsen und das Projekt „Rassismus macht krank“, das mit der Arbeitsgemeinschaft für Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen – amfn e. V. durchgeführt wird, mit einer Lesung an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Mahssa Behdjatpour zeigte vor rund 30 Teilnehmenden: Rassismus wirkt strukturell und braucht strukturelle Antworten. Auch der NDR 1 berichtete.
 

Erste DGE-zertifizierte Pflegeeinrichtung Niedersachsens in Suderburg
Das familiäre Haus im Grünen ist die erste vollstationäre Senioreneinrichtung in Niedersachsen mit abgeschlossenem DGE-VerpflegungsCheck. Mit 93,7 Prozent erreicht sie die höchste Qualitätsstufe A. Bewertet wird die gesamte Prozesskette – von Lebensmittelauswahl und Speiseplanung bis zu Zubereitung, Ausgabe und Entsorgung. Sie ist eine von fünf Einrichtungen im Projekt „Gemeinsam gesund essen – miteinander gesund alt werden“, in denen die Verpflegung der Bewohner:innen systematisch analysiert wird. Gefördert wird es von der AOK Niedersachsen als Pflegekasse und der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau.
 

Neu im Team
 

Maren Becker
Seit dem 01. April 2026 ist Maren Becker als Fachreferentin im Bereich Pflege und Gesundheit bei der LVG & AFS tätig. Sie ist Teil der Projektteams „Komm.Care – Kommune gestaltet Pflege in Niedersachsen“ und „Gemeinsam gesund essen – miteinander gesund alt werden“. Ihr Masterstudium absolvierte sie an der Hochschule Osnabrück im Studiengang „Soziale Arbeit: Lokale Gestaltung sozialer Teilhabe“. In ihren beruflichen Tätigkeiten hat sie sich immer wieder mit den Themen Pflege und Gesundheit auseinandergesetzt.
 

Julia Lemmen
Julia Lemmen ist seit dem 01. April 2026 bei der LVG & AFS als Fachreferentin für das Eltern-Programm Schatzsuche sowie für die Weiterbildung Sozialmedizin tätig. Nach ihrem Bachelorabschluss in Ergotherapie absolvierte sie einen Master in Gesundheitspädagogik an der MSH Medical School Hamburg.
 

Maren Schulze
Maren Schulze ist seit dem 01. April 2026 bei der LVG & AFS als Fachreferentin im Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung in Kindertageeinrichtungen (kogeki) tätig. Nach ihrem Bachelorstudium der Ökotrophologie hat sie sich im Master auf den Bereich Medien und Kommunikation spezialisiert. Zuvor war sie in unterschiedlichen Einrichtungen in der Schnittstelle Ernährung/Kommunikation tätig.

Unsere Veranstaltungen

Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten – Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien
06. Mai - 01. Oktober 2026, Hannover und online
 

Von der Idee bis zum Antrag – Schreibwerkstätten für Projekte
12. Mai - 27. August 2026, Hannover und online
 

24. Niedersächsische Seniorenkonferenz: Generationendialog als Demokratieförderung
12. Mai 2026, Hannover
 

Unsere Arbeit neu erzählt: Storytelling in der Gesundheitsförderung und Prävention
21. Mai 2026, online
 

Wenn Hitze in der Schwangerschaft zur Gesundheitsfrage wird: Gesundheitsrisiken in der Schwangerschaft verstehen und professionell handeln
27. Mai 2026, online
 

HGM im Fokus – Gesundheit an Hochschulen weitergedacht!
10. Juni 2026, Hannover
 

Gesunde Führung an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen: Anlässlich der Publikation „Gesunde Führung an Hochschulen"
11. Juni 2026, Hannover
 

Diversität im Gesundheitswesen Gesundheit intersektional denken: Barrieren abbauen, Zugänge gestalten
11. Juni 2026, Bremen
 

Wenn Hitze in der Schwangerschaft zur Gesundheitsfrage wird: Gesundheitsrisiken in der Schwangerschaft verstehen und professionell handeln
11. Juni 2026, Bremen
 

Veranstaltungsreihe zur Psychoonkologie: Auswirkungen einer Krebserkrankung auf Erkrankte und Angehörige
17. - 24. Juni 2026, online
 

13. Jahrestagung der Gesundheitsregionen Niedersachsen
18. Juni 2026, Hannover
 

Gesundheitsförderung als Gesellschaftsvertrag – 40 Jahre Ottawa-Charta
Jahrestagung der LVG & AFS
22. Juni 2026, Hannover
 

Gesund durch den Sommer – Klimarisiken von Säuglingen und Kleinkindern erkennen und wirksam handeln
23. Juni 2026, Bremen

 

Psychische Gesundheit rund um die Geburt – Ein Thema, das wir endlich ernst nehmen müssen
24. Juni 2026, online
 

Diskriminierungssensibles Denken und Handeln – wie kann es gelingen
26. Juni 2026, online
 

Pflege gesund und innovativ leben
30. Juni 2026, Hannover
 

Fortbildungsreihe CAREalisieren:
 

Beratungswissen in der Pflege – Das Update 2026
05. Mai 2026, Hannover
 

Teamkultur stärken – Der Schlüssel für eine gelingende Zusammenarbeit
02. Juni 2026, Hannover
 

30-stündige Qualifizierung – Angebote zur Unterstützung im Alltag nach § 45a Abs. 1 SGB XI
08. - 18. Juni 2026, online
 

Mitarbeitendengespräche gekonnt führen: Von der Pflicht zur Kür
16. Juni 2026, Hannover
 

Pflichtfortbildung für Betreuungskräfte: Begleitung und Betreuung von Menschen mit Demenz und Depression im Alter
17. - 18. Juni 2026, Hannover
 

Expertenstandards in der Pflege Teil 2: Überblick, Updates und praktische Umsetzung
23. Juni 2026, online
 

Verstehen, begleiten, deeskalieren – Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Menschen mit Demenz
25. Juni 2026, Hannover
 

Gemeinsam das Jahr erleben – Kreative Betreuungsideen jahreszeitlicher Themen
29. Juni 2026, Hannover
 

Fokus Gesundheit
 

In der Balance bleiben – Durch Resilienz-Werkzeuge das Immunsystem der Seele stärken
18. Juni 2026, online
 

Ruhe im Sturm – Gesund beraten in der VUKA-Arbeitswelt
19. August 2026, online
 

Queer-sensibel beraten – trans*, inter* und nicht-binäre Menschen (TIN) mitdenken
03. September 2026, online
 

Im Fragen liegt die Antwort – Systemische Fragetechniken für die Beratung
27. Oktober 2026, online
 

Fortbildungsreihe „Digitalisierung und ihre Anwendungen in der Psychotherapie“
 

Modul 1: Einsatz digitaler Anwendungen
24. - 25. April 2026 (Termin 1), online
18. - 19. September 2026 (Termin 2), online
 

Modul 2: Ethik und Digitalisierung
10. November 2026, online
 

Modul 3: Telematikinfrastruktur
25. November 2026, online
 

Modul 4: Datensicherheit und Datenschutz
03. Dezember 2026, online

Aus der Politik

Erster Bericht der FinanzKommission Gesundheit
Die FinanzKommission Gesundheit wurde im September 2025 von der Bundesgesundheitsministerin eingesetzt, um die gesetzliche Krankenversicherung finanziell zu stabilisieren. Ziel ist es, die Beitragssätze ab 2027 langfristig zu sichern. Im ersten Bericht empfiehlt die Kommission unter anderem eine schrittweise Erhöhung der Tabaksteuer, höhere Steuern auf Spirituosen sowie eine gestaffelte Abgabe auf zuckergesüßte Getränke. Grundlage der Vorschläge ist eine Analyse von Einnahmen, Ausgaben und Kostentreibern.
 

Mehr Anstrengungen bei der Prävention psychischer Erkrankungen notwendig
Die Psychotherapeutenkammer Niedersachsen (PKN) fordert eine deutliche Stärkung der Prävention psychischer Erkrankungen. Angesichts steigender Fallzahlen und wachsender Belastungen in der Bevölkerung müsse der Fokus stärker auf frühzeitige Maßnahmen, insbesondere bei Kindern- und Jugendlichen gelegt werden. Zudem fordert die PKN, psychische Gesundheit stärker in Alltag, Bildung und Arbeitswelt zu verankern, niedrigschwellige Hilfsangebote weiter auszubauen und die Zusammenarbeit zwischen Politik, Prävention und Versorgung zu verbessern.
 

Bestandsaufnahme zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt vor
Die unabhängige Expertenkommission Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt hat am 20. April 2026 ihre Bestandsaufnahme veröffentlicht. Sie bildet die evidenzbasierte Grundlage für Handlungsempfehlungen, die derzeit erarbeitet und Ende Juni 2026 vorgelegt werden sollen. In der Bestandsaufnahme werden Aspekte des Kinder- und Jugendschutzes in der digitalen Welt untersucht. Im Fokus stehen die digitalen Lebenswelten und Gefährdungslagen von Kindern und Jugendlichen, Teilhabemöglichkeiten neuer Technologien, bestehende Strukturen der Medienbildung und Prävention sowie der rechtliche Rahmen mit seiner praktischen Durchsetzung.
 

Gesundheit gestalten statt verwalten – Prävention jetzt strukturell stärken
Im Forderungspapier der Bundesärztekammer, dem Forum Gesundheitsziele der GVG e. V. und der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung unter dem Titel „Gesundheit gestalten statt verwalten – Sofortmaßnahmen für Prävention und Gesundheitsförderung“ stehen Forderungen wie die stärkere Verankerung von Prävention in allen Politikfeldern sowie die Umsetzung evidenzbasierter Maßnahmen, insbesondere der WHO-„Best Buys“ im Vordergrund.
 

Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e. V. „Familienförderung – Kommunale Infrastrukturen für Familien“
Angebote der Familienbildung nach § 16 SGB VIII leisten einen Beitrag zur Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern und zur Unterstützung von Familien im Alltag. Damit Familienbildung diese Funktion auch für Familien mit Kindern mit Behinderungen erfüllen kann, müssen ihre Angebote inklusiv gestaltet sein – entsprechend den Zielsetzungen des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes sowie der UN-Behindertenrechtskonvention. Die Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. greifen die Bedarfe von Familien mit Kindern mit Behinderungen auf und benennen fachliche, strukturelle und finanzielle Rahmenbedingungen für eine inklusive Weiterentwicklung der Familienbildung.

Forschung und Praxis

Landesweite Online-Umfrage zur Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen
Die Niedersächsische Landesregierung beabsichtigt, die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen weiter zu verbessern. Als Baustein einer Teilhabeanalyse läuft eine landesweite Online-Umfrage im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung durch die Forschungsinstitute Prognos AG und Prointent. Ziel der Umfrage ist es, ein klares Bild der Herausforderungen und Chancen in Lebensbereichen wie Arbeit, Wohnen oder Gesundheit von Menschen mit Beeinträchtigungen in Niedersachsen zu erhalten.
 

Studie: Rassismus gefährdet Gesundheitsversorgung
Rassistische Erfahrungen im Gesundheitswesen sind kein Einzelfall – das haben Forschende des Lehrstuhls für Versorgungsforschung der Universität Witten/Herdecke herausgefunden. Dafür haben sie rund 800 Beiträge auf verschiedenen Bewertungsplattformen sowie auf YouTube und TikTok analysiert. Die Posts wurden sowohl quantitativ nach häufig genannten Themen als auch qualitativ nach ihren Inhalten und emotionalen Erfahrungen ausgewertet. Besonders häufig berichteten Patient:innen von Benachteiligungen aufgrund von Sprache und Herkunft.
 

Studie Jugendsexualität: Erfahrungen junger Menschen mit sexualisierter Gewalt
Eine Sonderauswertung der 10. Welle Jugendsexualitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zeigt ein deutliches Ausmaß sexualisierter Gewalt unter jungen Menschen: Rund 64 Prozent der 14- bis 25-Jährigen haben bereits digitale sexualisierte Gewalt, sexuelle Beleidigungen oder Belästigungen erlebt. Knapp ein Drittel berichtet zudem von körperlichen Übergriffen. Besonders auffällig: Junge Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie junge Männer. Die Übergriffe erfolgen häufig im direkten sozialen Umfeld und nicht selten durch Gleichaltrige. Die Ergebnisse verdeutlichen den Handlungsbedarf in Prävention und Aufklärung.
 

Abschlussbericht „Einmischen? Mitmischen!“
Die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen stärken – das war das Ziel der Kooperation „Einmischen? Mitmischen!“ mit der Landesbehindertenbeauftragten. Kern dabei war die Erarbeitung und Erprobung eines Fortbildungskonzepts, das Menschen mit Behinderungen in ihrem Engagement in Selbstvertretungsgremien, wie Bewohnerbeiräten, bestärkt.
 

Mit einem Bein im Knast! Was ist (nicht) erlaubt?
Die Broschüre „Mit einem Bein im Knast – Was ist (nicht) erlaubt?“ der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS) thematisiert die rechtlichen Aspekte für den Umgang mit Suchtmittel konsumierenden Jugendlichen. Mit der Handreichung möchte die LJS problematische Situationen, Grenzfälle und rechtliche Fragen aufzeigen, um die Handlungssicherheit pädagogischer Fachkräfte in diesem Feld zu erweitern.
 

DHS Jahrbuch Sucht 2026
Im Jahrbuch Sucht informiert die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) jährlich über Entwicklungen und Trends zum Konsum von Alkohol, Tabak, Cannabis, illegalen Drogen sowie zu Medikamentenabhängigkeit und Suchtverhalten in Deutschland.
Der aktuellen Ausgabe ist unter anderem zu entnehmen, dass 2,16 Millionen Menschen in Deutschland alkoholabhängig sind. Weitere 1,7 Millionen konsumieren Alkohol missbräuchlich. Die hohen Zahlen verweisen auf Defizite in der Alkoholpolitik. Beim Cannabiskonsum ist in Deutschland ein langfristiger Anstieg zu beobachten: Etwa 9,8 Prozent der Erwachsenen haben im letzten Jahr konsumiert.
 

ifaa-Trendstudie: Psychische Gesundheit im betrieblichen Kontext
In Deutschland leidet jährlich jeder vierte Erwachsene an einer psychischen Störung. Zwar führen diese seltener zu Arbeitsunfähigkeit, verursachen aber mit durchschnittlich fünf Wochen besonders lange Fehlzeiten. Damit gehören sie zu den Top-3-Gründen für Ausfälle 2024. Eine neue Studie des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa) untersuchte hierzu zwei Kernbereiche: Erstens wurde erhoben, in welcher Form Betriebe Beschäftigte unterstützen, die möglicherweise von einer psychischen Störung betroffen sind. Zweitens umfasste die Befragung Aspekte der gesetzlichen Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes.
 

NZFH-Studien zeigen: Willkommensbesuche helfen Familien von Anfang an
Willkommensbesuche bei Familien mit Neugeborenen kommen gut an: Mehr als 90 Prozent der befragten Eltern, die einen Willkommensbesuch ihrer Kommune in Anspruch genommen haben, waren sehr zufrieden oder zufrieden damit. Das ergab eine Befragung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH). Die Besuche unterstützen Eltern kurz nach der Geburt ihres Kindes. Sie erhalten Informationen über Angebote vor Ort, erfahren, an wen sie sich mit Fragen wenden können, und fühlen sich willkommen.

Ausschreibungen und Wettbewerbe

Regionsfonds für Vielfalt und Teilhabe 2026
Auch in diesem Jahr fördert die Stabsstelle Integration und Teilhabe der Region Hannover im Rahmen des Regionsfonds innovative Projektideen, die unabhängig von Herkunft, kultureller Wurzel oder religiöser Zugehörigkeit ein vielfältiges und demokratisches Miteinander in der Region stärken. Unter dem Motto „Generationen. Gemeinsam. Gestärkt.“ stehen dabei in diesem Jahr insbesondere demokratiefördernde und ehrenamtsstärkende Vorhaben im Fokus. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 12. Mai 2026.
 

Niedersächsischer KinderHabenRechtePreis
Unter dem Motto „Ich kenne meine Rechte“ zeichnen das Niedersächsische Sozialministerium und der Kinderschutzbund Niedersachsen auch in diesem Jahr wieder Aktionen aus, die sich für die Verwirklichung der Kinderrechte einsetzen. Besonders gesucht werden Beiträge, die direkt von Kindern und Jugendlichen aus Kita, Schule, Sportverein, Gemeinden und Jugendverbänden eingereicht werden. Eine Bewerbung ist bis zum 01. Juni 2026 möglich.
 

Start für „unbezahlbar & freiwillig“
Der Wettbewerb „unbezahlbar & freiwillig“ zeichnet Menschen in Niedersachsen aus, die sich mit Engagement ehrenamtlich für ihre Mitmenschen und das Gemeinwohl einsetzen – ob in der Nachbarschaft, im Sportverein, im sozialen Bereich oder im Umwelt- und Tierschutz. Initiiert wird der Preis bereits seit 2004 von den Sparkassen in Niedersachsen, den VGH Versicherungen und der Niedersächsischen Landesregierung. Bewerbungen können bis zum 15. Juli 2026 eingereicht werden.

Medien

Ratgeber Älter werden in Bremen 2026/2027
Wie sich ältere Bremer:innen zu verschiedenen Themen beraten lassen können, wie sie eine passende Wohnung finden oder ihre eigene seniorengerecht umrüsten können, wo es Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement gibt oder welche Sportangebote fit halten: Diese und noch viel mehr Informationen für ältere Menschen und ihre Angehörigen bietet die neue Ausgabe 2026/2027 des kostenlosen Ratgebers Älter werden in Bremen.
 

Digitale Welten – Was nutzt ihr Kind? Digitale Elternabende
Die Aufklärung über Risiken und Grenzen der Mediennutzung muss im Elternhaus anfangen, denn trotz der Verbreitung mobiler Endgeräte findet die Mediennutzung von Kindern meist zu Hause statt. Deshalb sind insbesondere Mütter und Väter gefordert, ihre Kinder beim Medienumgang zu begleiten. Mit dem Projekt „Digitale Welten – Was nutzt Ihr Kind?“ unterstützt das Niedersächsische Sozialministerium in Kooperation mit der Niedersächsischen Landesmedienanstalt Eltern rund um die verschiedenen Aspekte des Umgangs mit digitalen Medien. In kostenfreien Informationsveranstaltungen werden Eltern über die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen informiert.
 

Kampagnenstart: #AidshilfeBleibtStabil – im Knast, auf dem Strich und an der Seite aller, die sie brauchen
Die Kampagne #AidshilfeBleibtStabil positioniert sich gegen Rechtspopulismus, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit und betont die Unterstützung für besonders betroffene Gruppen wie queere Menschen, Menschen mit HIV oder marginalisierte Communities. Sie kritisiert zunehmende gesellschaftliche Angriffe auf Vielfalt, zivilgesellschaftliches Engagement und demokratische Werte. Gleichzeitig wird hervorgehoben, dass erfolgreiche HIV-Prävention ein diskriminierungsfreies und selbstbestimmtes Leben voraussetzt. Die Kampagne macht dies durch öffentliche Positionierung, politische Einmischung und Unterstützungs- und Präventionsarbeit in verschiedenen Lebensbereichen sichtbar.

Alle bisherigen Newsletter finden Sie auf unserer Homepage im Archiv unter:
www.gesundheit-nds-hb.de/newsletter/lvg-afs-newsletter

Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.

Geschäftsführer: Thomas Altgeld

Schillerstraße 32 · 30159 Hannover
Telefon: 0511 / 388 11 89 - 0
E-Mail: info@gesundheit-nds-hb.de
Internet: www.gesundheit-nds-hb.de

Die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. (LVG & AFS Nds. HB e. V.) ist ein gemeinnütziger, unabhängiger und landesweit arbeitender Fachverband für Gesundheitsförderung, Prävention und Sozialmedizin mit Sitz in Hannover. Mitglieder sind Institutionen und Personen aus dem Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich.