Landesweite Online-Umfrage zur Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen
Die Niedersächsische Landesregierung beabsichtigt, die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen weiter zu verbessern. Als Baustein einer Teilhabeanalyse läuft eine landesweite Online-Umfrage im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung durch die Forschungsinstitute Prognos AG und Prointent. Ziel der Umfrage ist es, ein klares Bild der Herausforderungen und Chancen in Lebensbereichen wie Arbeit, Wohnen oder Gesundheit von Menschen mit Beeinträchtigungen in Niedersachsen zu erhalten.
Studie: Rassismus gefährdet Gesundheitsversorgung
Rassistische Erfahrungen im Gesundheitswesen sind kein Einzelfall – das haben Forschende des Lehrstuhls für Versorgungsforschung der Universität Witten/Herdecke herausgefunden. Dafür haben sie rund 800 Beiträge auf verschiedenen Bewertungsplattformen sowie auf YouTube und TikTok analysiert. Die Posts wurden sowohl quantitativ nach häufig genannten Themen als auch qualitativ nach ihren Inhalten und emotionalen Erfahrungen ausgewertet. Besonders häufig berichteten Patient:innen von Benachteiligungen aufgrund von Sprache und Herkunft.
Studie Jugendsexualität: Erfahrungen junger Menschen mit sexualisierter Gewalt
Eine Sonderauswertung der 10. Welle Jugendsexualitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zeigt ein deutliches Ausmaß sexualisierter Gewalt unter jungen Menschen: Rund 64 Prozent der 14- bis 25-Jährigen haben bereits digitale sexualisierte Gewalt, sexuelle Beleidigungen oder Belästigungen erlebt. Knapp ein Drittel berichtet zudem von körperlichen Übergriffen. Besonders auffällig: Junge Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie junge Männer. Die Übergriffe erfolgen häufig im direkten sozialen Umfeld und nicht selten durch Gleichaltrige. Die Ergebnisse verdeutlichen den Handlungsbedarf in Prävention und Aufklärung.
Abschlussbericht „Einmischen? Mitmischen!“
Die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen stärken – das war das Ziel der Kooperation „Einmischen? Mitmischen!“ mit der Landesbehindertenbeauftragten. Kern dabei war die Erarbeitung und Erprobung eines Fortbildungskonzepts, das Menschen mit Behinderungen in ihrem Engagement in Selbstvertretungsgremien, wie Bewohnerbeiräten, bestärkt.
Mit einem Bein im Knast! Was ist (nicht) erlaubt?
Die Broschüre „Mit einem Bein im Knast – Was ist (nicht) erlaubt?“ der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS) thematisiert die rechtlichen Aspekte für den Umgang mit Suchtmittel konsumierenden Jugendlichen. Mit der Handreichung möchte die LJS problematische Situationen, Grenzfälle und rechtliche Fragen aufzeigen, um die Handlungssicherheit pädagogischer Fachkräfte in diesem Feld zu erweitern.
DHS Jahrbuch Sucht 2026
Im Jahrbuch Sucht informiert die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) jährlich über Entwicklungen und Trends zum Konsum von Alkohol, Tabak, Cannabis, illegalen Drogen sowie zu Medikamentenabhängigkeit und Suchtverhalten in Deutschland.
Der aktuellen Ausgabe ist unter anderem zu entnehmen, dass 2,16 Millionen Menschen in Deutschland alkoholabhängig sind. Weitere 1,7 Millionen konsumieren Alkohol missbräuchlich. Die hohen Zahlen verweisen auf Defizite in der Alkoholpolitik. Beim Cannabiskonsum ist in Deutschland ein langfristiger Anstieg zu beobachten: Etwa 9,8 Prozent der Erwachsenen haben im letzten Jahr konsumiert.
ifaa-Trendstudie: Psychische Gesundheit im betrieblichen Kontext
In Deutschland leidet jährlich jeder vierte Erwachsene an einer psychischen Störung. Zwar führen diese seltener zu Arbeitsunfähigkeit, verursachen aber mit durchschnittlich fünf Wochen besonders lange Fehlzeiten. Damit gehören sie zu den Top-3-Gründen für Ausfälle 2024. Eine neue Studie des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa) untersuchte hierzu zwei Kernbereiche: Erstens wurde erhoben, in welcher Form Betriebe Beschäftigte unterstützen, die möglicherweise von einer psychischen Störung betroffen sind. Zweitens umfasste die Befragung Aspekte der gesetzlichen Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes.
NZFH-Studien zeigen: Willkommensbesuche helfen Familien von Anfang an
Willkommensbesuche bei Familien mit Neugeborenen kommen gut an: Mehr als 90 Prozent der befragten Eltern, die einen Willkommensbesuch ihrer Kommune in Anspruch genommen haben, waren sehr zufrieden oder zufrieden damit. Das ergab eine Befragung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH). Die Besuche unterstützen Eltern kurz nach der Geburt ihres Kindes. Sie erhalten Informationen über Angebote vor Ort, erfahren, an wen sie sich mit Fragen wenden können, und fühlen sich willkommen.