Newsletter Gesundheit und Erwerbslosigkeit

27. Ausgabe – Oktober 2026

Liebe Leser:innen,

die ersten kühleren Tage kündigen sich an, die Sommerferien sind vorbei und langsam hält der Herbst Einzug. Eigentlich die Zeit für gemütliche Stunden zu Hause, für eine Tasse Tee und den Blick nach draußen. An den Standorten unseres Programms „teamw()rk für Gesundheit und Arbeit“ sieht es allerdings ganz anders aus: Dort ist in den vergangenen Wochen viel passiert und es geht mit viel Energie weiter.

Während der Sommer andernorts für eine kleine Pause gesorgt hat, wurde an den Standorten fleißig geplant, vorbereitet und weiterentwickelt. Viele neue Angebote stehen nun in den Startlöchern oder sind bereits angelaufen. Es gibt also einiges im aktuellen Newsletter zu entdecken: neue Ideen, konkrete Vorhaben und spannende Entwicklungen aus der Standortarbeit.

Und noch ein Termin zum Vormerken: Am 25. November 2026 richtet sich der Blick bei der diesjährigen teamw()rk-Fachtagung „Zugänge gestalten! Von der Idee zur Praxis“ auf gelungene Ansätze, um Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen besser zu erreichen und auf ihren Weg zu mehr Gesundheit, gesellschaftlicher Teilhabe und beruflicher Perspektive zu stärken. Hier geht es zur Anmeldung.

Was die Standorte aktuell bewegt, welche Angebote jetzt starten und was bis zum Jahresende noch geplant ist, erfahren Sie in dieser Ausgabe. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und einen guten Start in den Herbst!

Die nächste Ausgabe unseres Newsletters erscheint wieder im Dezember 2026. Anmerkungen, eigene Beiträge oder Hinweise zu Veranstaltungen, Medien, Angeboten etc. können Sie uns gerne bis zum 02. November 2026 zukommen lassen.
 

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Redaktionsteam teamw()rk Niedersachsen und Bremen
Landesvereinigung für Gesundheit und 
Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. 
(LVG & AFS Nds. HB e. V.)

Aktuelles aus den Projekten

Aktuelles aus den Programmstandorten

Das Gutscheinmodell startet im Ammerland
Ob Bewegung, Ernährung oder Entspannung: mit dem Gutscheinmodell können Kund:innen des Jobcenters Ammerland zukünftig kostenfrei an ausgewählten Gesundheitsangeboten teilnehmen. Das Angebot ergänzt die Gesundheitsberatung und schafft einen niedrigschwelligen Zugang zu gesundheitsfördernden Aktivitäten. Gemeinsam mit verschiedenen Anbieter:innen aus dem Landkreis entsteht so ein vielfältiges Angebot, das sich an den Interessen und Bedarfen der Kund:innen orientiert. [Weiterlesen]
 

Kochen und Bewegung als Kombiangebot in Delmenhorst
In Delmenhorst starteten Ende August zwei neue Gesundheitsangebote: „Mit Freude kochen – günstig und lecker“ mit Kristina Stolle und „Treffpunkt Bewegung“ mit Uta Wissemann. Die Angebote laufen bis zum 1. Oktober 2026 und finden donnerstags direkt nacheinander im Delmenhorster Institut für Gesundheitsförderung (DIG) und in der VHS Delmenhorst statt. Uta Wissemann stellt ihr Bewegungsangebot am ersten Termin des Kochangebots vor und kann so direkt weitere Teilnehmende gewinnen. Die fußläufige Nähe der Ausrichtungsorte erleichtert zudem die Teilnahme an beiden Angeboten. [Weiterlesen]
 

teamw()rk bei Workshop zur gesundheitsorientierten Beratung vertreten
Christiane Hein, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt und Mitglied der teamw()rk-Steuerungsgruppe in Goslar, gestaltete auf Anfrage der Regionaldirektion einen Workshop für Coaches in der Beratungskonzeption der Bundesagentur für Arbeit zur gesundheitsorientierten Beratung. Gemeinsam mit der LVG & AFS wurden die Perspektiven und Erfahrungen aus der Arbeit mit anderen teamw()rk-Standorten genauer beleuchtet. Die Teilnehmenden diskutierten Herausforderungen, entwickelten Lösungsansätze und tauschten sich zu vielfältigen Unterstützungsangeboten für Kundinnen und Kunden aus.
 

Das Erzählcafé in Goslar geht in eine zweite Runde
In der letzten Newsletter Ausgabe wurde bereits über den Start des Erzählcafés in Goslar berichtet. Das Angebot wurde so gut angenommen, dass die Steuerungsgruppe sich für eine erneute Durchführung entschied, um Menschen in Erwerbslosigkeit den Austausch zu Themen wie Einsamkeit, psychischer Belastung und körperlicher Gesundheit in einem geschützten Rahmen zu ermöglichen. [Weiterlesen]
 

Bewegen statt schonen – sanft (wieder) in Bewegung kommen
Seit dem 17. August 2026 heißt es für sieben Kund:innen des Jobcenters Göttingen: raus aus dem Schonmodus und rein in die Bewegung! Beim Kurs „Bewegen statt schonen“ im Tanzstudio STEP BY STEP in Göttingen können die Teilnehmenden an zehn Terminen sanft (wieder) aktiv werden. Beworben wurde das Angebot hauptsächlich über die Gesundheitsberatung, über die sich Interessierte für den Kurs anmelden können. Das Bewegungsangebot kommt bei den Teilnehmenden sehr gut an. Ende Oktober startet ein zweiter Durchlauf mit einer anderen Anbieterin. [Weiterlesen]
 

Endlich mal durchatmen – Stress verstehen, Ruhe finden
Seit August können Kund:innen des Jobcenters an der KVHS Helmstedt dem Stress den Kampf ansagen – ganz ohne Druck und Vorkenntnisse. Im Kurs „Endlich mal durchatmen“ geht es darum, Stress besser zu verstehen und frühzeitig zu erkennen, wann Körper und Gedanken eine Pause brauchen. Die Teilnehmenden lernen persönliche Warnsignale wahrzunehmen und probieren einfache Atem- und Entspannungsübungen aus. Dazu gibt es praktische Tipps, die sich direkt in den Alltag integrieren lassen und dabei helfen können, mehr Ruhe und Ausgeglichenheit zu finden. Der Einstieg ist jederzeit möglich – ganz nach dem Motto: Ankommen, durchatmen, loslegen. [Weiterlesen]
 

Gesunde Ernährung im Alltag – einfach, günstig und praxisnah
Am 8. und 9. Oktober 2026 findet im Service-Point Gesundheit und Arbeit Holzminden ein Ernährungsworkshop statt. Das Angebot richtet sich an Kund:innen des Jobcenters, die ihre Ernährung verbessern möchten, mit einem kleinen Budget auskommen müssen und praktische Lösungen für den Alltag suchen. Der Workshop hat bereits im November 2025 stattgefunden und ist bei den Teilnehmenden gut angekommen. Nun wird das Angebot erneut durchgeführt. [Weiterlesen]
 

Gesund (wieder) in den Beruf: Gesundheitstag für Frauen in Peine
Am 10. August 2026 drehte sich im Werkforum am Herner Platz in Peine alles um das Thema Gesundheit. Unter dem Motto „Gesund (wieder) in den Beruf“ konnten sich 60 Kundinnen des Jobcenters über vielfältige Angebote rund um die (Frauen-)Gesundheit informieren, Impulsvorträge besuchen und praktische Tipps für den Alltag mitnehmen. Auch die Bewegung kam nicht zu kurz: Bei Schnupperkursen in Yoga, Pilates und Bewegung mit Musik konnten verschiedene Angebote ausprobiert werden. Gemeinsam mit einer Ernährungsberaterin stellten die Teilnehmerinnen außerdem eine gesunde Brotdose zusammen, die anschließend mit nach Hause genommen werden konnte. Gesunde Snacks und Getränke rundeten den gelungenen Gesundheitstag ab. [Weiterlesen]
 

Mehr Energie für den Alltag – Resilienz-Workshop in Sarstedt
Im Oktober 2026 bietet der Workshop „Stark im Alltag“ zum zweiten Mal in diesem Jahr Menschen in Erwerbslosigkeit die Möglichkeit, ihre Gesundheit in den Blick zu nehmen und neue Perspektiven zu entdecken. An drei Vormittagen arbeiten die Teilnehmenden in der Begegnungsstätte in Sarstedt gemeinsam mit Andrea Kujawa daran, den Zusammenhang zwischen Gesundheit und Arbeit besser zu verstehen, das eigene Wohlbefinden zu stärken und persönliche Ressourcen bewusst im Alltag einzusetzen. [Weiterlesen]
 

Gesundheitskurse mit dem teamw()rk-Gutschein im Landkreis Stade
Ob Bewegung, Ernährung oder Entspannung - das Gutscheinmodell ermöglicht Kund:innen des Jobcenters im Landkreis Stade eine kostenfreie Teilnahme an ausgewählten Gesundheitskursen. Als Kooperationspartnerinnen konnten die Volkshochschule Stade e. V. und die Ev. Familienbildungsstätte Kehdingen/Stade e. V. gewonnen werden. Damit wird ein vielfältiges Angebot aufgestellt, welches unterschiedliche Interessen und Bedarfe anspricht. [Weiterlesen]
 

Neue Wege vor Ort: Wolfsburg verbindet Angebote und Chancen
Der Standort Wolfsburg hat eine neue Kooperation mit dem Stadtteilzentrum DAS WEST aufgebaut. Das vom Integrationsreferat der Stadt Wolfsburg verwaltete Begegnungszentrum bietet kostenfreie Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten, insbesondere für vulnerable Gruppen. Dort starten nun zwei niedrigschwellige Angebote für erwerbslose Menschen im SGB-II-Bezug: Ein Kochkurs für Männer vermittelt gemeinsam mit einer Ernährungsberaterin praktische Grundlagen und zeigt, wie gesunde und günstige Mahlzeiten einfach selbst zubereitet werden können. Ein Kurs für erwerbslose Frauen stärkt Selbstbewusstsein und Stresskompetenz und verbindet dies mit Elementen der Bewegung. Die Kooperation steht beispielhaft für gelungene kommunale Verzahnung: Bestehende Strukturen werden verbunden und schaffen neue Zugänge. Die Teilnehmenden lernen dabei nicht nur die Kurse, sondern auch die vielfältigen weiteren Angebote des Zentrums „DAS WEST“ kennen und können diese anschließend nutzen. [Weiterlesen]

Neues von der Bundesebene

Standortübergreifende Entwicklungen

Wissenschaftliche Begleitung des teamw()rk-Programms 2026-2028 durch die Prognos AG
Die Prognos AG hat den Zuschlag für die bundesweite wissenschaftliche Begleitung des teamw()rk-Programms erhalten. Von Juni 2026 bis Dezember 2028 begleitet die Prognos AG das Programm und evaluiert deren Inhalte und Umsetzung. Neben der Analyse und Bewertung der Verstetigung an den Standorten steht dabei auch eine Wirkungsanalyse der Maßnahmen des Programms sowie die Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die Programmfortführung ab 2029 im Fokus. [Weiterlesen]
 

Fachtagung teamw()rk für Gesundheit und Arbeit 2026: Zugänge gestalten! Von der Idee in die Praxis
Am 25. November 2026 findet die Fachtagung des Programms „teamw()rk für Gesundheit und Arbeit“ in Bremen statt. Menschen in schwierigen Lebenslagen, etwa durch Erwerbslosigkeit oder erschwerte Zugänge zum Arbeitsmarkt, sind häufig besonderen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt. Gleichzeitig erreichen Angebote der Gesundheitsförderung und Prävention nicht alle Menschen im gleichen Maße. Die diesjährige Fachtagung widmet sich daher der Frage, wie Zugänge so gestaltet werden können, dass sie an den Lebensrealitäten und Ressourcen der Menschen ansetzen und ihnen mehr Teilhabe ermöglichen. [zur Anmeldung]

Veranstaltungshinweise

Veranstaltungshinweise

    Veranstaltungshinweise aus dem teamw()rk-Programm

 

Fachtagung teamw()rk-Programm Niedersachsen/Bremen

Fachtagung 2026: Zugänge gestalten! Von der Idee in die Praxis, Bremen
25. November 2026, Bremen


NEU: Fortbildungsreihe „Gesundheit mitdenken: Fachimpulse zu Prävention und Gesundheitsförderung im Kontext Erwerbslosigkeit“

Gesundheit und Erwerbslosigkeit – verstehen, stärken, wirksam handeln
Grundlagenworkshop für die Praxis, (Freischaltcode: GE0710)
07. Oktober 2026, Hannover
 

Gesundheit und Erwerbslosigkeit – verstehen, stärken, wirksam handeln
Grundlagenworkshop für die Praxis, Ausgebucht – Anmeldung auf Warteliste möglich (Freischaltcode: ge1512)
15. Dezember 2026, online
 

Kontakt: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V., E-Mail: teamwork@gesundheit-nds-hb.de, Internet: www.gesundheit-nds-hb.de/projekte/teamwork-niedersachsen/

    Veranstaltungshinweise aus der LVG & AFS

    FOKUS Gesundheit

    Bundesweite Veranstaltungshinweise

Ernährungsarmut verstehen: Herausforderungen erkennen, Teilhabe stärken
07. Oktober 2026, online
Kontakt: Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.
E-Mail: buero@hag-gesundheit.de
 

Woche der Seelischen Gesundheit, bundesweit
10. – 20. Oktober 2026
Kontakt: Aktionsbüro Seelische Gesundheit
E-Mail: koordination@seelischegesundheit.net
 

Workshop Arbeitslosigkeit, Gesundheit und Arbeitsmarktintegration: Empirische Befunde und Handlungsansätze
22. – 23. Oktober 2026, Nürnberg
Kontakt: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
E-Mail: workshop-gesundheit@iab.de

Neues für die Praxis

Neues für die Praxis

Projekt Diver§So bietet Impulse für eine diversitätssensible Leistungsgewährung im Jobcenter
Im Rahmen des Forschungsprojektes Diver§So wurde in Zusammenarbeit mit Jobcenter-Mitarbeitenden untersucht, wie eine diversitätssensible Beratung und Leistungsgewährung im Jobcenter gelingen können. Die Autorinnen zeigen auf, dass eine rechtliche korrekte Beratung und die Berücksichtigung und Orientierung an der individuellen Lebenslage der Kund:innen keinen Widerspruch darstellen. Beratung, die die Vielfalt ihrer Kund:innen ernst nimmt und das eigene Handeln reflektiert, kann vielmehr zu einer modernen, bürger:innenorientierten Verwaltung beitragen. Erforderlich hierfür sind jedoch ausreichende Ressourcen sowie eine entsprechende Leitungskultur. [Weiterlesen]
 

Impulskarten für armutssensible Praxis in der Verwaltung
Die neu veröffentlichten Impulskarten der LVG & AFS berichten anhand von Karikaturen von Herausforderungen, denen Armutsbetroffene im direkten und indirekten Kontakt mit Ämtern, Behörden und Beratungsstellen immer wieder begegnen. Reflexionsfragen in den Bereichen „Wissen – Haltung – Handeln“ sollen Mitarbeitende im Verwaltungs- und Beratungskontext zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema Kinder- und Familienarmut anregen. Das Besondere: Alle Situationen beruhen auf wahren Begebenheiten, die Familien und Verwaltungsmitarbeitende erlebt haben. [Weiterlesen]
 

Aktionswoche Seelische Gesundheit
Gesundheit, Teilhabe und psychisches Wohlbefinden stehen in einem engen Zusammenhang. Die Sichtbarkeit von Hilfs- und Unterstützungsangeboten ist daher ein wichtiger Baustein der Gesundheitsförderung und Prävention. Die Aktionswoche Seelische Gesundheit vom 10. bis 20. Oktober setzt genau hier an. Mehr als 800 Veranstaltungen bundesweit, vor Ort und online, laden dazu ein, sich zu informieren, ins Gespräch zu kommen und neue Wege zur Stärkung der seelischen Gesundheit kennenzulernen. Die Angebote reichen von Fachvorträgen und Workshops bis hin zu Austauschformaten und niedrigschwelligen Unterstützungsmöglichkeiten. [Weiterlesen]
 

Niedersachsen legt Zehn-Punkte-Plan für mehr Inklusion im Arbeitsleben vor
Trotz Fachkräftemangels sind in Niedersachsen rund 15.800 Menschen mit Schwerbehinderung arbeitslos gemeldet und haben weiterhin schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, obwohl eine geeignete Qualifikation vorliegt. Mit einem Zehn-Punkte-Plan will das Land die inklusive Beschäftigung stärken, u.a. durch eine bessere Sichtbarkeit von Beratungs- und Förderangeboten, finanzielle Anreize für Unternehmen und den Ausbau regionaler Netzwerke. [Weiterlesen]

Good to know

Good to know

Präventionsbedarfe vulnerabler Bevölkerungsgruppen
Die Studie der AOK Niedersachsen untersucht die gesundheitliche Lage, das Gesundheitsverhalten und die Präventionsbedarfe vulnerabler Bevölkerungsgruppen in Niedersachsen. Sozialhilfe- und Bürgergeldbeziehende, Personen in Frührente sowie Arbeitslosengeldbeziehende werden dabei genauer betrachtet. Die Ergebnisse der Befragung verdeutlichen eine insgesamt hohe gesundheitliche Belastung. Es zeigt sich, dass die Bereitschaft an der Teilnahme an Präventionsangebote durchaus gegeben ist, aber strukturelle Barriere die Inanspruchnahme erschweren. Angebote müssen niedrigschwellig, gut erreichbar sowie finanziell entlastend gestaltet sein. [Weiterlesen]
 

IAQ-Studie zur Interessensvertretung erwerbsloser Menschen
Eine aktuelle Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) zeigt, dass die Interessen von erwerbslosen Menschen in Politik und Gesellschaft häufig unterrepräsentiert bleiben. Neben fehlenden Ressourcen erschweren auch Stigmatisierung, psychische Belastungen und unterschiedliche Lebenslagen eine stärkere Organisierung der Dialoggruppe. Die Autoren betonen die Bedeutung niedrigschwelliger Unterstützung, sozialer Teilhabe und der Stärkung von Selbstwirksamkeit. Aspekte, die auch für die Schaffung gesundheitsförderlicher Angebote von großer Bedeutung sind. [Weiterlesen]
 

Förderinstrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt“: Positive Befunde zur Beschäftigungssituation nach fünfjähriger Förderung
Auf Basis der Befragung „Lebensqualität und Teilhabe“ konnte das IAB erstmals die Beschäftigungssituation von Teilnehmenden des Förderinstruments „Teilhabe am Arbeitsmarkt” (TaAM) § 16i SGB II nach maximaler Förderdauer auswerten. Fünfjährig Geförderten gelingt die direkte Übernahme in nicht-geförderte Beschäftigung dabei signifikant häufiger als Geförderten mit kürzerer Förderdauer (52 % gegenüber 7% bzw. 17 %). Insgesamt bewertet das IAB die TaAM-Förderung als geeignete Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration besonders arbeitsmarktferner Leistungsbeziehender. [Weiterlesen]
 

Armutsrisiko in Deutschland: Wer besonders gefährdet ist
Der neue Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbandes zeichnet ein alarmierendes Bild: Die soziale Spaltung in Deutschland verschärft sich. Insgesamt sind 13,3 Millionen Menschen von Einkommensarmut betroffen. Frauen sind mit einer Armutsquote von 16,7 % häufiger betroffen als Männer (15,6 %). Weiterhin angespannt bleibt die Lage älterer Menschen: Mit einer Armutsquote von 19,5 % ist inzwischen fast jede fünfte Person ab 65 Jahren betroffen. Besonders hoch ist das Armutsrisiko zudem bei Ein-Personen-Haushalten (30,3 %) und Alleinerziehenden (28,9 %). [Weiterlesen]
 

Bundesteilhabepreis 2026: Berufseinstieg inklusiv
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zeichnet jährlich Praxisbeispiele und Modellprojekte aus, die mit innovativen Konzepten zu mehr Inklusion beitragen und anderen Kommunen und Regionen als Vorbild dienen können. 2026 wurden die eva-lino Kinderbetreuung gGmbH mit „Inklusion leben“ (3. Platz), das Projekt „inKlub Startup Mentoring“ (2. Platz) sowie die Schauspielschule DER KELLER für „Rheinkompanie“, eine professionelle Schauspielausbildung für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung, mit dem 1. Platz ausgezeichnet. [Weiterlesen]
 

Neue Daten zum Alkoholkonsum von Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Laut der Drogenaffinitätsstudie des BIÖG von 2025 trinken Jugendliche und junge Erwachsene weniger Alkohol und beginnen später mit dem Konsum. 2025 gaben 69,3 % der 18- bis 25-Jährigen an, in den vergangenen 30 Tagen Alkohol getrunken zu haben, 2004 waren es noch 84,4 %. Beim Rauschtrinken zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Während der Anteil bei jungen Frauen signifikant sank, veränderte er sich bei jungen Männern kaum. [Weiterlesen]
 

Erhöhung der Tabak- und Spirituosensteuer, Einführung einer Zuckersteuer: Bundesregierung stärkt Verhältnisprävention
Die Bundesregierung plant zum 01. Januar 2027 eine Erhöhung der Steuern auf Tabak, Spirituosen und Alkopops. Darüber hinaus soll eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke eingeführt werden. Ärzt:innen, Gesundheits- und Verbraucherschutzverbände drängen seit langem auf Einführung einer Zuckersteuer. Kritisiert wird aber, dass die zusätzlichen Einnahmen nicht verbindlich in Prävention und Gesundheitsförderung fließen und die Erhöhung der Tabak- und Alkoholsteuern hinter den Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit zurückbleiben. [Weiterlesen] 

teamw()rk für Gesundheit und Arbeit wird gefördert vom GKV-Bündnis für Gesundheit. Die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. ist durch die gesetzlichen Krankenkassen in Niedersachsen und Bremen mit der Umsetzung auf Landesebene und der Prozessbegleitung vor Ort beauftragt.

GKV-Bündnis für Gesundheit

Alle bisherigen Newsletter finden Sie auf unserer Homepage im Archiv unter:
www.gesundheit-nds-hb.de/newsletter/newsletter-gesundheit-und-erwerbslosigkeit

Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.

Geschäftsführer: Thomas Altgeld

Schillerstraße 32 · 30159 Hannover
Telefon: 0511 / 388 11 89 - 0
E-Mail: info@gesundheit-nds-hb.de
Internet: www.gesundheit-nds-hb.de

Die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. (LVG & AFS Nds. HB e. V.) ist ein gemeinnütziger, unabhängiger und landesweit arbeitender Fachverband für Gesundheitsförderung, Prävention und Sozialmedizin mit Sitz in Hannover. Mitglieder sind Institutionen und Personen aus dem Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich.