Netzwerkveranstaltung
21. September 2026

16. Netzwerktreffen Nord der Sozialpsychiatrischen Dienste

Die mögliche Rolle der SpDi in einem sich verändernden (sozial)psychiatrischen Versorgungssystem

Das 16. Netzwerktreffen Nord der Sozialpsychiatrischen Dienste beleuchtet und diskutiert die aktuellen Einflüsse der Arbeit im sozialpsychiatrischen Versorgungssystem.

Anmeldung

Gravierende Einflüsse auf das psychiatrische Versorgungssystem und seine rechtlichen Rahmenbedingungen haben in den letzten beiden Jahren eine erhebliche Dynamik in die Überlegungen zur Weiterentwicklung der Strukturen geführt. Die medial ausgeschlachteten Gewalttaten psychisch kranker Menschen haben sowohl Politik und Justiz wie auch die Fachwelt aufgerüttelt. Aber auch der zunehmende Fachkräftemangel und unzureichende bzw. ineffektiv verteilte und eingesetzte finanzielle Mittel zwingen zu Überlegungen zur strukturellen Neu- bzw. Weiterentwicklung des psychiatrischen/ psychosozialen Versorgungssystems.

Dabei werden gegenläufige Tendenzen deutlich. Während in der Politik häufig ordnungsrechtliche Maßnahmen wie Gefährderregister und Meldepflichten diskutiert werden und der kurzfristige Spardruck die Überlegungen bestimmt, gehen die Überlegungen in den Fachgesellschaften in Richtung der Intensivierung und Optimierung der ambulanten, auch nachgehenden Versorgung.
In beiden Strömungen spielen die SpDi eine wichtige Rolle und sollten auf Grundlage ihrer fachlichen Kompetenz und praktischen Erfahrungen mitgestalten.

In Input-Vorträgen soll die aktuelle Situation des Versorgungssystems vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen betrachtet und fachliche Konzepte zur Weiterentwicklung eines psychiatrischen/psychosozialen Versorgungssystems vorgestellt werden. In einem dritten Vortrag werden die Ideen der Steuerungsgruppe des Bundesweiten Netzwerks der SpDi zum Selbstverständnis und zur zukünftigen Rolle der SpDi in einem sich verändernden System auf der Basis der Kernaufgaben zur Diskussion gestellt.

In vier Workshops am Nachmittag soll dies anhand einzelner Aspekte vertieft und diskutiert werden.

Programm

ab 9:30 UhrAnkommen und Anmeldung
10:00 UhrBegrüßung und Informationen aus dem Netzwerk
Klaus Petzold
10:15 UhrBraucht die Gesellschaft die Psychiatrie – und wenn ja, welche?
Prof. Dr. Arno Deister
11:15 UhrDas funktionale Basismodell und aktuelle Perspektiven
Prof. Dr. Günther Wienberg 
12:15 UhrKaffeepause
12:30 Uhr

Podiumsdiskussion zur Rolle der SpDi in einem sich entwickelnden Versorgungssystem aus unterschiedlichen Perspektiven

  • Vertreterinnen der betroffenen Menschen: Christine Stollhofer, Gudrun Miels-Ferreira
  • Landesverband der Angehörigen psychisch kranker Menschen, Hamburg: Katrin Nolte-Reimers
  • Vertreter des MJG-SH: Staatssekretär Dr. Olaf Tauras
  • Vertreter der SpDi: Martin Keck, Klaus Petzold
13:30 UhrMittagspause
Die Verpflegung in der Mittagspause erfolgt auf Selbstzahlerbasis.
14:15 Uhr

Workshopphase inkl. Kaffeepause

WS 1: Meldepflichten in PsychK(H)G's: Was ist sinnvoll, was ist schädlich?
Klaus Petzold 

WS 2: Wo und wie können wir (mit-)gestalten – offene Ideenbörse
Folke Sumfleth

WS 3: Selbstverständnis von SpDi und Polizei in psychiatrischen Problemfällen 
Sven Drotbohm, Detlef Frehse, Wiebke Müller, Mike Schlömer, Helge Hammermeister 

WS 4: 24/7 Krisendienste – wie kann es funktionieren?
N.N.

15:45 UhrErgebnisse und Abschluss

Teilnahmebedingungen

Die Teilnahmegebühr beträgt 40 Euro (für Betroffene und deren Angehörige kostenfrei). Anmeldeschluss ist 7 Tage vor Veranstaltungsdatum. Anmeldungen werden nur über das Anmeldeformular entgegengenommen. Unsere Veranstaltungen finden Sie unter www.gesundheit-nds-hb.de/veranstaltungen. Die Anmeldung ist verbindlich. Reservierungen sind nicht möglich. Mit Ihrer Anmeldung akzeptieren Sie die Teilnahme- und Stornobedingungen und erklären sich zur Zahlung der Teilnahmegebühr bereit. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie im Anhang der Bestätigungsmail die Rechnung zur Begleichung der Teilnahmegebühr innerhalb von 10 Tagen. Bis 7 Tage vor Veranstaltungsbeginn ist eine kostenfreie Stornierung möglich. Folgen Sie hierfür bitte den Schritten in Ihrem Buchungscenter unter dem Punkt »Storno«. Bei späterer Absage, Nichtteilnahme oder technischen Problemen, die nicht in unserem Verantwortungsbereich liegen, erfolgt keine Rückerstattung. Die LVG & AFS behält sich beispielweise im Krankheitsfalle vor, Termine kurzfristig abzusagen und ggf. geeignete Ersatztermine anzubieten. Aus den vorgenannten Punkten ergeben sich keinerlei Rechtsansprüche.

ORGANISATION

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