Abgeschlossenes Projekt

PEPBS² – Partizipative Evaluation der Präventionskette Braunschweig

Jugendliche sitzen zusammen
Abgeschlossenes Projekt

PEPBS² – Partizipative Evaluation der Präventionskette Braunschweig

Junge Menschen an der Gestaltung ihrer Umwelt zu beteiligen, ist Teil des gesetzlichen Auftrags der offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) und fördert ihre individuellen Entwicklungs-, Teilhabe und auch Gesundheitschancen. Im Projekt PEPBS2 fanden Jugendliche, Fachkräfte der OKJA sowie der kommunalen Verwaltung der Stadt Braunschweig gemeinsam mit dem Team der LVG & AFS Wege, mehr Autonomie und damit einhergehend mehr Entscheidungsmacht junger Menschen im Jugendzentrum zu ermöglichen. Gleichzeitig hatten sie die Möglichkeit, gesundheitsförderliche Aktivitäten und Rahmenbedingungen mitzugestalten. Der Ansatz der partizipativen Gesundheitsforschung liegt dem gesamten Prozess zugrunde.

Ziele 

Jugendliche Besucher:innen von Braunschweiger Jugendzentren erhielten durch die gestärkte Einbindung in die Angebotsentwicklung im Rahmen des Projektes zur Partizipativen Evaluation der Präventionskette Braunschweig (PEPBS) mehr Gestaltungsmöglichkeiten und Autonomie. Die Jugendlichen öffneten „ihr“ Jugendzentrum in sogenannten „Autonomen Öffnungen“ eigenständig und ohne Beisein der Fachkräfte. Sie gestalteten und verantworteten diese Zeit. Das hatte zum Ziel:

  • die Jugendlichen durch die Aneignung ihres Jugendzentrums dabei zu bestärken, ihre Kompetenzen (unter anderem in den Bereichen Konfliktlösung und Kommunikation) einzusetzen und diese weiterzuentwickeln,
  • dadurch die gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern,
  • verschiedene kommunale Akteur:innen der Stadt Braunschweig in ihrem Prozess der Umsetzung partizipativer Vorhaben zu begleiten,
  • die OKJA durch die praktische Erprobung von partizipativen Elementen dabei zu unterstützen, mehr Autonomie zu ermöglichen,
  • den Ansatz der Partizipativen Gesundheitsforschung, insbesondere der Partizipativen Evaluation, im Setting der OKJA zum Einsatz zu bringen, zu erproben und weiterzuentwickeln.

MAẞNAHMEN

Mit der Planung, Umsetzung und Evaluation der Autonomen Öffnungen griffen die Projektbeteiligten eine Forderung der Braunschweiger Jugendkonferenz nach mehr Autonomie im Jugendzentrum auf. Gemeinsam wurde ein Konzept entwickelt, um Jugendlichen das Öffnen ihrer Jugendzentren ohne Anwesenheit von Fachkräften zu ermöglichen. Dabei hatten sie, eingerahmt von gesetzlichen Bedingungen zum Jugendschutz, die Entscheidungshoheit darüber, wie sie ihre Zeit im Jugendzentrum gestalten. Gemeinsam kamen die Beteiligten überein, das Erlebte mittels eines Online-Erhebungstools, Workshops und Interviews zu reflektieren. Die Autonome Öffnung zeigte sich in der Reflexion sowohl aus Perspektive der Fachkräfte als auch aus Sicht der Jugendlichen als erfolgreich.

Die Projektergebnisse wurden im Rahmen von Veranstaltungen und Tagungen präsentiert sowie in Netzwerken der OKJA diskutiert. Mit Projektabschluss wurden Schritte eingeleitet, um die Autonome Öffnung auf mehr Jugendzentren in- und außerhalb Braunschweigs zu übertragen.

PEPBS2 war ein Teilprojekt im Forschungsverbundes PartKommPlus und folgte auf das erfolgreich abgeschlossene Projekt PEPBS1.

Projektfilm

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Laufzeit

März 2018 – Februar 2021

Förderer

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Kooperationspartner:innen

Die partizipative Evaluation erfolgte in Kooperation mit der Stadt Braunschweig. Beteiligt gewesen sind insbesondere das Jugendamt der Stadt Braunschweig, drei Jugendzentren in kommunaler Trägerschaft sowie die Koordinierungsstelle Kinderarmut der Stadt Braunschweig.